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Girocard Mobile Jetzt kommt Ihre Girocard aufs Smartphone

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Die meisten Bankkunden können diesen Sommer zum ersten Mal mit dem Smartphone an der Kasse zahlen – per Girocard Mobile. Sparkassen und Genossenschaftsbanken bringen ihre Karten aufs Handy. Die Privatbanken starten mit digitalen Kreditkarten.
Mobile Payment

Je nach Voreinstellung kann ein aktiviertes Display ausreichen, um mit dem Smartphone zu bezahlen. Foto: Deutscher Sparkassen Verlag

Wer einkaufen geht, braucht künftig keine Geldbörse mehr. Das Smartphone reicht. Streng genommen gilt das zunächst nur für die Kunden einiger weniger Banken. Doch die Zahl derer, die ihre Girocard digital auf dem Smartphone hinterlegen und damit bezahlen können, wird dieses Jahr drastisch ansteigen. Mehrheitlich werden die deutschen Sparkassen sowie die meisten Volks- und Raiffeisenbanken in den nächsten Monaten ihren Kunden das Bezahlen über eine digitale Variante der Girocard ermöglichen. Daneben bieten immer mehr Privatbanken eigene Lösungen zum Mobile Payment, also dem Bezahlen mit Smartphone, an oder kooperieren dazu mit bekannten Dienstleistern wie Google Pay. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur neuen Bezahlform bei Sparkassen wie Genossenschaftsbanken und stellen Alternativen bei Privatbanken vor.

Gibt es jetzt eine neue Bankkarte?

Im Geldbeutel bleibt zunächst alles beim Alten. Die alten Giro- und Kreditkarten können weiterhin mit den bekannten Funktionen benutzt werden. Bei den Sparkassen und VR-Banken bekommen die Karten aber eine zusätzliche Funktion: Kontoinhaber können ein digitales Pendant ihrer Karte in einer dafür vorgesehenen App hinterlegen. Bei den Sparkassen ist das die App „Mobiles Bezahlen“, bei den VR-Banken die „VR-BankingApp“. In der Anwendung kann ein Bankkunde seine digitale Karte jeweils direkt freischalten. Dadurch macht er sein Handy zum Geldbeutel: Er kann fortan mit der jeweiligen App an der Kasse bezahlen – und die physische Girocard oder Kreditkarte zuhause lassen.

Wie funktioniert das mobile Bezahlen?

Wie die Zahlung an der Kasse funktioniert, hängt bei VR-Banken und Sparkassen von den Voreinstellungen des Nutzers ab. Im einfachsten Fall reicht es, das Display zu aktivieren und das Smartphone mit der Rückseite ans Kassenterminal zu halten. Wem das Geld bei dieser Variante zu schnell vom Handy geht, der kann zum Beispiel einstellen, dass das Handy zunächst entsperrt und die App geöffnet werden muss. Bei Beträgen über 25 Euro ist außerdem – wie bei Zahlungen mit der echten Karte – die Unterschrift oder Eingabe der PIN nötig. Eine aktive Internetverbindung ist während der Zahlung nicht erforderlich. Solange das Handy nicht mit dem Netz verbunden ist, wird die Anzahl der möglichen Zahlungen aber begrenzt.

Wann geht’s los?

Die Volksbank Mittelhessen und die VR Bank HessenLand bieten ihren Kunden das mobile Bezahlen bereits heute an. Die meisten anderen Banken Volks- und Raiffeisenbanken werden im August nachziehen, alle weiteren Institute der Bankengruppe voraussichtlich bis Ende des Jahres. Sparkassenkunden sollen mehrheitlich ab dem 30. Juli mobil bezahlen können. Aktuell geht das bereits bei acht Instituten, darunter die Sparkassen Hannover und Nürnberg. Weil die einzelnen Banken jeweils selbst über die Einführung der neuen Bezahlmöglichkeit entscheiden, kann das genaue Datum bei machen Banken auch von diesen Terminen abweichen. Ob das eigene Geldhaus bereits digitale Bankkarten anbietet, erfahren Interessierte im Zweifelsfall auf der Website ihres Instituts.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Um mit der digitalen Giro- oder Kreditkarte zahlen zu können, braucht es die passende App der jeweiligen Bankengruppe. Voraussetzung ist stets ein NFC-fähiges Android-Handy ab Version 4.4 und ein online-fähiges Girokonto beziehungsweise eine Kreditkarte bei der jeweiligen Bank. Bei mehreren Bankkarten kann eine als Standard-Bezahlmethode hinterlegt werden. Akzeptiert werden die Zahlungen überall dort, wo kontaktlose Zahlungen möglich sind und die jeweils hinterlegte Bankkarte akzeptiert wird. Etwa drei von vier Kartenlesegeräten im deutschen Handel werden laut Visa bis Ende des Jahres kontaktlos funktionieren – zu erkennen am Wellensymbol, das sich auch auf den entsprechenden Bankkarten befindet und das dem WLAN-Symbol ähnelt. Die Sparkassen haben für das mobile Bezahlen außerdem ein Mindestalter von 18 Jahren festgelegt.

Wer kann noch mobil bezahlen?

Bei den privaten Banken ist die Haltung zu den mobilen Bezahlformen noch sehr unterschiedlich. Einige beobachten noch, wie die weitere Entwicklung verläuft. Andere haben bereits eigene Lösungen umgesetzt, darunter etwa die Postbank oder die Commerzbank.

Beispiel Postbank:
Postbankkunden können bereits seit letztem Jahr mit dem Smartphone bezahlen. Dafür benötigen sie die entsprechende App und eine Kreditkarte ihrer Bank. Ob und wann Postbank-Kunden auch mit ihrer Girocard mobil bezahlen können, ist derzeit noch unklar. An „weiteren Lösungen im Bereich“ wird bereits gearbeitet, so Banksprecher Ralf Palm gegenüber unserer Redaktion.

Beispiel Commerzbank:
Die Commerzbank verzichtet dagegen bislang auf eine eigene mobile Bezahllösung und arbeitet stattdessen mit Google Pay zusammen, wo ihre Kunden eine Kreditkarte der Bank hinterlegen und damit bezahlen können. Dabei wird es voraussichtlich aber nicht bleiben: „Google Pay ist für uns nur der Anfang. Ich gehe davon aus, dass die Commerzbank auf lange Sicht mehrere Systeme parallel anbieten wird“, sagt Torsten Daenert, der zuständige Bereichsleiter der Bank gegenüber dem Handelsblatt. Für den nächsten Schritt, der zum Beispiel darin bestehen könnte, auch die Girocard bei Google Pay zu integrieren, gebe es aber noch keine konkreten Pläne.

Boon, Payback und Co:
Auch Bankkunden, die bislang noch keine der hier genannten Lösungen nutzen können, haben meist trotzdem zahlreiche Möglichkeiten, mit dem Smartphone zu zahlen. Dazu zählen mitunter die Apps der Rabatt-Systeme von Payback oder von Supermarktketten wie auch der kostenpflichtige Dienst Boon. iPhone-Besitzer können die Bezahlfunktion ihres Smartphones mit einem kleinen Trick freischalten. Auch Smartwatches werden künftig zunehmend mit eigenen Bezahlfunktionen ausgestattet sein, etwa mit Garmin Pay oder mit Fitbit Pay.

Wie steht es um Sicherheit und Datenschutz?

Laut den Sparkassen und VR-Banken gelten bei den neuen Bezahlsystemen jeweils die gleichen Sicherheitsstandards wie beim kontaktlosen Bezahlen mit der physischen Giro- oder Kreditkarte. Konkret bedeutet das etwa, dass keine persönlichen Informationen an den Händler übermittelt werden. Die Gefahr, aus Versehen im Vorbeigehen zu bezahlen, sei ausgeschlossen.

Beim mobilen Bezahlen mit Kreditkarte gelten die üblichen Haftungsgrenzen: Kunden haften im Schadensfall für höchstens 50 Euro. Ist die Karte von Visa oder Mastercard, dann übernimmt die Bank grundsätzlich alle Schäden bei Missbrauch. Nur bei „grober Fahrlässigkeit“ haften die Kunden selbst.

Auch von der Commerzbank, die mit Google Pay zusammenarbeitet, gibt es beruhigende Statements zum Thema Datenschutz: „Google bekommt die Daten nur zur Identitätsprüfung und zur Transaktionsabwicklung. Darüber hinaus darf das Unternehmen die Daten nicht nutzen – weder zu Werbezwecken noch zum Weiterverkauf“, sagt Torsten Daenert.

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