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Elementarschäden und Naturgefahren

Die gewaltige Kraft der Natur macht selbst vor den größten Bauwerken keinen Halt. Naturgefahren wie Hochwasser oder Erdbeben sorgen jedes Jahr für Schäden in Millionenhöhe. Welche Arten von Naturgefahren es gibt und wie Sie sich gegen Elementarschäden absichern können, erfahren Sie hier.

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Sturm
Hagel
Überschwemmung durch Starkregen
Überschwemmung durch Hochwasser
Rückstau
Erdbeben
Erdrutsch
Erdsenkung
Schneedruck
Lawinen

Als Elementar- beziehungsweise Naturgefahren bezeichnet man Naturereignisse, die schwere Verwüstungen und Sachschäden zur Folge haben. Diese Schäden werden Elementarschäden genannt und können im Rahmen einer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung abgesichert werden.

Beim Versich­erungs­schutz unterscheidet man Schäden durch Sturm und Hagel von so­ge­nann­ten er­weit­erten Elementar­schäden, die etwa durch Über­schwem­mungen, Erd­rutsche oder Lawinen verursacht werden.

Diese Natur­gewalten können kata­strophale Folgen für Sie und Ihr Hab und Gut nach sich ziehen und soll­ten in jedem Fall versichert werden. Einen Überblick über die verschiedenen
Arten von Elementarschäden und Naturgefahren finden Sie hier:

Arten von Naturgefahren

  • Sturm

    Wetterbedingte Luftbewegungen mit Windgeschwindigkeiten von mindestens 62 km/h (Windstärke 8) werden als Sturm bezeichnet. Ist die Windstärke am Schadensort nicht feststellbar, wird Windstärke 8 unterstellt, wenn der Versicherungsnehmer nachweisen kann, dass die Schäden durch den Sturm verursacht wurden. Dazu zählen sowohl unmittelbare Sturmschäden – wie ein abgedecktes Dach – als auch Schäden, die durch herabstürzende Gebäudeteile oder umgestürzte Bäume verursacht wurden.

    Sturmschäden sind im Grundschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

  • Hagel

    Hagel wird definiert als fester Witterungsniederschlag in Form von Eiskörnern, der zunehmend im Rahmen von Sommerstürmen auftritt.

    Hagelschäden können durch das Gewicht des Niederschlags oder das anschließende Abschmelzen der Eiskörner entstehen und sind im Grundschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

  • Überschwemmung

    Als Überschwemmung bezeichnet man die Überflutung von Grundstücken durch Starkregen oder durch die Ausuferung oberirdischer Gewässer. Dazu zählt auch das Austreten von Grundwasser an die Erdoberfläche als Folge von Starkregen oder Hochwasser.

    Überschwemmungsschäden gelten als erweiterte Elementarschäden und sind nicht automatisch im Versicherungsschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten. Welche Arten von Überschwemmungsschäden es gibt und wie Sie diese vorbeugen, erfahren Sie hier.

  • Rückstau

    Unter dem Begriff Rückstau versteht man den Austritt von Leitungswasser infolge einer Überlastung der Abwasserrohre durch Hochwasser oder Starkregen. Vorbeugen lässt sich durch Rückstauklappen, die bei einer Überlastung der Kanalisation das Abwassersystem schließen und somit das Risiko eines Rückstaus senken.

    Schäden durch Rückstau gelten als erweiterte Elementarschäden und sind nicht automatisch im Versicherungsschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

  • Erdbeben

    Als Erdbeben bezeichnet man die naturbedingte Erschütterung des Erdbodens, die durch geophysikalische und tektonische Vorgänge im Erdinneren ausgelöst wird.

    Erdbebenschäden gelten als erweiterte Elementarschäden und sind nicht automatisch im Versicherungsschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

  • Erdrutsch

    Unter dem Begriff Erdrutsch versteht man das naturbedingte Abrutschen oder Abstürzen von Erd- oder Gesteinsmassen.

    Schäden, die durch einen Erdrutsch verursacht wurden, gelten als erweiterte Elementarschäden und sind nicht automatisch im Versicherungsschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

  • Erdsenkung

    Als Erdsenkung wird die naturbedingte Absenkung des Erdbodens durch natürlich entstandene Hohlräume bezeichnet. Sie treten meist in Regionen auf, in denen der Erdboden reich an wasserlöslichem Gestein ist. Dadurch entstehen im Rahmen eines Zersetzungsprozesses natürliche Hohlräume, die zum Einsturz führen. Einstürzende Hohlräume, die in manchen Regionen Deutschlands als Folge früherer Bergbau-Arbeiten auftreten, zählen nicht als Erdsenkung.

    Schäden durch Erdsenkung gelten als erweiterte Elementarschäden und sind nicht automatisch im Versicherungsschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

  • Schneedruck

    Unter Schneedruck oder Schneelast versteht man die Wirkung des Gewichts von Schnee- oder Eismassen. Sie wird maßgeblich vom Wassergehalt und dem Vereisungsgrad des Schnees beeinflusst und kann zum Einsturz von Dächern und Gebäuden führen. Im Extremfall wiegt eine 10 cm dicke Schneeschicht mehr als 100 kg pro Quadratmeter. Ob ein Dach durch Schneelast einstürzt, hängt allerdings auch von seiner Form, dem Neigungswinkel sowie möglichen Dachaufbauten ab.

    Schäden durch Schneedruck gelten als erweiterte Elementarschäden und sind nicht automatisch im Versicherungsschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

  • Lawinen

    Als Lawinen werden Schnee- oder Eismassen bezeichnet, die sich von Berghängen lösen, talabwärts stürzen und dort große Verwüstungen anrichten können. Der Begriff wird ebenfalls im Zusammenhang mit abrutschendem Gestein, Geröll oder Schlamm verwendet, wobei hierbei die Bezeichnung Erdrutsch geläufiger ist.

    Lawinenschäden gelten als erweiterte Elementarschäden und sind nicht automatisch im Versicherungsschutz einer Wohngebäude- oder Hausratversicherung enthalten.

Zahl der Elementarschäden in Deutschland nimmt zu

Anzahl der Schadenereignisse in Deutschland 1970 - 2015

Extreme Wetterereignisse im Zuge des Klimawandels sorgen auch in Deutschland immer häufiger für große Schäden durch Naturgefahren. Dies zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Elementarschäden innerhalb der letzten fünf Jahrzehnte.

So stieg die Zahl der meteorologischen Schadensereignisse – wie Sturm und Hagel – laut Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft zwischen 1971 und 2015 um fast das Fünffache an. Auch die Anzahl der Elementar­schäden im Zusammenhang mit Wasser – wie Überschwemmungen, Starkregen oder Hochwasser – nimmt immer mehr zu.

Die Zahl der Schadens­ereignisse durch Naturgefahren im Erdinneren – wie Erdbeben oder vulkanische Aktivitäten – blieb hingegen konstant auf einem relativ geringen Niveau.

Knapp drei Milliarden Euro Schäden durch Naturgefahren im Jahr 2017

Schäden durch Naturgefahren 2017Der Trend zu immer mehr Elementarschäden setzte sich in Deutschland auch im Jahr 2017 fort. So beliefen sich die Versicherungsschäden durch Naturgefahren in der Sach- und Kfz-Versicherung laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf insgesamt knapp drei Milliarden Euro.

Starke Unwetter wie die Sturmtiefs Paul und Rasmund sorgten für Sturm- und Hagelschäden von über 2,3 Milliarden Euro – davon etwa 1,7 Milliarden Euro in der Wohngebäude- und Hausratversicherung und 850 Millionen Euro in der Kfz-Versicherung.

Die erweiterten Elementarschäden – wie etwa durch Hochwasser, Überschwemmungen oder Erdrutsch – beliefen sich auf gut 300 Millionen Euro.

Viele Wohngebäude nicht gegen erweiterte Elementarschäden versichert

Wohngebäude- und Hausratversicherung: Versicherungsdichte mit ElementarversicherungTrotz des Anstiegs der Naturgefahren sind viele Ge­bäude nicht oder nur unzureichend gegen Ele­men­tar­schäden versichert. Ein möglicher Grund wäre, dass Ver­sicherte irrtümlich glauben, mit einer Wohn­gebäude- oder Hausrat­versicherung zwangs­läufig das Hab und Gut gegen alle Arten von Ele­men­tar­schäden ab­ge­sichert zu haben. Dies ist aller­dings nicht selbstverständlich.

Während Sturm- und Hagelschäden zum Grundschutz einer Wohn­gebäude- oder Hausratversicherung zählen, sind erweiterte Ele­men­tar­schäden nicht automatisch abgedeckt. Sie können allerdings als Zusatzbaustein Elementarversicherung in den Versicherungsschutz mit
aufgenommen werden.

Ein Blick auf die Versicherungsdichte laut GDV zeigt allerdings, dass nur 40 Prozent aller abgeschlossenen Wohngebäude- und knapp 25 Prozent aller Hausratversicherungen in Deutschland diesen Zusatzschutz enthalten. Von insgesamt etwa 17,5 Millionen versicherten Wohngebäuden sind somit über zehn Millionen nicht gegen erweiterte Ele­men­tar­schäden geschützt.

Abschluss Elementarversicherung problemlos möglichDennoch glauben 93 Prozent aller Immobilienbesitzer, gut oder sogar sehr gut gegen Naturgefahren aller Art abgesichert zu sein. Dies ergab eine Umfrage des GDV aus dem Jahr 2016. 27 Prozent der Hausbesitzer ohne Elementarversicherung denken außerdem, ihr Gebäude sei nicht gegen erweiterte Elementar­schäden versicherbar – ein weiterer Irrtum. So war bei 96 Prozent aller Wohngebäudeversiche­rung­en mit Elementarschutz das Hinzu­bu­chen einer Elementar­ver­sicherung ohne Einschränkungen möglich – lediglich vier Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Ver­sicherten mussten Risikozuschläge in Form einer Selbstbeteiligung in Kauf nehmen.

In Hochrisikogebieten war der Abschluss einer Elementarversicherung bei 88 Prozent der Wohngebäude­ver­sicherungen problemlos möglich – bei den restlichen zwölf Prozent erst nach einem Wechsel des Versicherers.