Sie sind hier:

Krankschreibungen: Zeitarbeiter sind länger krank

München, 10.8.2017 | 14:05 | are

Im vergangen Jahr waren Zeitarbeiter in Deutschland durchschnittlich 20,3 Tage krankgeschrieben – 5,6 Tage mehr als Festangestellte. Das geht aus einer Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. 

Straßenarbeiter in Warnwesten schaufeln Teer.Leiharbeiter sind meist in körperlich anstrengenden Tätigkeitsbereichen beschäftigt.
Demnach sind Leiharbeiter vor allem von Muskel-Skelett-Erkrankungen und psychischen Erkrankungen überdurchschnittlich oft betroffen. Während Muskel-Skelett-Erkrankungen bei Leiharbeitern 4,5 Fehltage ausmachen, sind es im Bundesdurchschnitt nur 2,8 Tage.
 
Wegen psychischer Erkrankungen fehlten Zeitarbeiter im Schnitt an 3,4 Tagen im Jahr. Über alle Bereiche hinweg sind es nur 2,4 Tage.
 

Zeitarbeit bedeutet meist körperlich anstrengende Arbeit

Die Ursache für die hohen Fehlzeiten sieht die TK darin, dass die Tätigkeiten in der Zeitarbeitsbranche oftmals körperlich anstrengend sind. Zeitarbeiter sind demnach meist in Berufen tätig, die erfahrungsgemäß hohe Fehlzeiten aufweisen – etwa im Lager- und Transportbereich, als Installateure oder Hilfsarbeiter.
 
Gleichzeitig führen wechselnde Einsatzorte, schlechte Perspektiven und eine hohe Arbeitsunsicherheit zu einer erhöhten psychischen Belastung, so die TK. Sie fordert die Zeitarbeitsfirmen dazu auf, sich den Belastungen der Arbeiter stärker zu widmen.

Weitere Nachrichten zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung