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Fehlzeitenreport 2019: Arbeitnehmer durchschnittlich 20 Tage im Jahr krank

München, 14.3.2019 | 16:10 | msc

Die krankheitsbedingten Fehlzeiten eines Arbeitnehmers betrugen 2018 durchschnittlich 20 Tage. Dies zeigt eine Studie der AOK. Sowohl die Anzahl der Fehltage als auch die Art der Erkrankungen sind demnach stark vom jeweiligen Beruf abhängig.

StraßenbauarbeiterStraßenbauarbeiter zählen mit 31 Fehltagen zur Berufsgruppe mit den höchsten Krankenständen.
Im Schnitt hat 2018 jeder Arbeitnehmer 19,9 Tage krankheitsbedingt gefehlt. Dies ergab eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Für die Studie wurden die Daten von knapp 14 Millionen AOK-versicherten Beschäftigten ausgewertet. Die Zahl der krankheitsbedingten Fehltage hängt demnach stark von der beruflichen Tätigkeit ab.
 
In Berufen mit den höchsten Krankenständen fehlten Arbeitnehmer durchschnittlich 26,3 Tage im Jahr. Den Spitzenplatz belegten dabei Berufsgruppen aus der Ver- und Entsorgung mit 32,5 Fehltagen, gefolgt von Straßen- und Tunnelwärtern mit 31,4 Fehltagen und industriellen Gießereimitarbeitern mit 30 Fehltagen. Die niedrigsten Fehlzeiten pro Jahr hatten Hochschullehrer (4,6 Fehltage) und Softwareentwickler (7,7 Fehltage). 

Berufliche Tätigkeit beeinflusst Erkrankungen

Die Art der Erkrankung wird stark vom jeweiligen Beruf bestimmt. So fehlten Straßen- und Tunnelwärter durchschnittlich 11,4 Tage aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen – über alle Berufe gesehen sind es hingegen nur 5,8 Fehltage.
 
Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen lassen sich vor allem bei dienstleistungsorientierten Berufen finden. So fehlten Callcenter-Mitarbeiter durchschnittlich 7,1 Tage aufgrund psychischer Belastungen, Altenpfleger im Schnitt 6 Tage. Der Durchschnitt über alle Berufe lag indes nur bei 3 Fehltagen. 

Höherer Krankenstand aufgrund Erkältungswelle

Der Krankenstand der AOK-Versicherten stieg im Jahr 2018 auf 5,5 Prozent an – 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dies ist unter anderem durch die Erkältungswellen im Jahr 2018 zurückzuführen, die vor allem bei Arbeitnehmern in Großraumbüros und sozialen Berufen verstärkt zu Ausfällen führten.

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