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Berufsunfähigkeits-Report: Psychische Erkrankungen als Hauptursache für Berufsunfähigkeit

München, 24.4.2019 | 15:26 | msc

Burn-out, Depressionen und andere psychische Erkrankungen sind die Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung des Versicherers Swiss Life. Im Durchschnitt wird jeder vierte Berufstätige im Laufe seines Lebens berufsunfähig.

Gestresste Frau vor LaptopBesonders Frauen sind von psychischen Erkrankungen im Job betroffen.
Psychische Erkrankungen stellen mit 37 Prozent die häufigste Ursache für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Berufsleben dar. Zu diesem Ergebnis kommt der Berufsunfähigkeits-Report der Swiss Life Deutschland. Am zweithäufigsten sind Erkrankungen des Bewegungsapparats (24 Prozent) für eine Berufsunfähigkeit verantwortlich, gefolgt von Unfällen (14 Prozent) und Krebs (neun Prozent). Auf Platz fünf und sechs folgen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (acht Prozent) und innere Erkrankungen (vier Prozent).
 
Die Zahl der Berufsunfähigkeiten aufgrund psychischer Erkrankungen hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre um 40 Prozent erhöht. Lag die Quote 2009 noch bei 26,5 Prozent, steigerte sich der Anteil solcher Leistungsfälle bis 2019 auf über 37 Prozent. Besonders Frauen sind mit einem Anteil von 44 Prozent deutlich häufiger betroffen als Männer (28 Prozent). In der Altersgruppe der 30-Jährigen leidet fast jede zweite Frau unter psychischen Erkrankungen (47 Prozent).

Jeder Vierte Arbeitnehmer wird berufsunfähig

"Mittlerweile muss jeder vierte Berufstätige während seines Lebens seine Erwerbstätigkeit einschränken oder sogar ganz aufgeben", sagte Amar Banerjee, Leiter der Versicherungsproduktion von Swiss Life Deutschland. Wer sich frühzeitig gegen das Risiko einer Berufsunfähigkeit absichere, handle daher verantwortungsbewusst und könne auch in schwierigen Zeiten finanziell selbstbestimmt leben.

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