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Unfälle bei Pokémon GO: Versicherungsschutz bei Pokémon GO

München, 14.7.2016 | 16:01 | che

Das Pokémon-Fieber ist ausgebrochen. Wer beim Smartphone-Spiel Pokémon GO einen Unfall verursacht, muss für den Schaden in der Regel nicht selbst aufkommen. Wir erklären die Hintergründe.

Kinder spielen mit dem Smartphone Pokémon GOEs besteht Versicherungsschutz für Schäden, die Personen beim Spielen von Pokémon GO verursachen.
Überall laufen Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch die Straßen, den Blick gebannt auf das Smartphone gerichtet. Pokémon GO heißt das Spiel, das derzeit viele Handy-Spieler weltweit in Atem hält.

Allerdings: Wer zahlt, wenn beim Spielen einmal ein Unfall passieren sollte? Der ADAC sowie die Berliner Polizei warnen: Die Aufmerksamkeit für den Straßenverkehr sei durch das Spiel erheblich beeinträchtigt. Und die Warnungen kommen zu Recht. In den USA hat Pokémon GO bereits etliche Verkehrsunfälle verursacht.


Spielen auf dem Smartphone versichert

Private Unfallversicherungen versichern in der Regel gesundheitliche Unfallschäden, die durch das Spielen mit dem Handy verursacht wurden. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob beim Spielen leichtsinnig oder gar fahrlässig gehandelt wurde. Wenn ein Spieler bei der Pokémon-Jagd stolpert und sich den Knöchel bricht, so ist er versichert.

Wird aus Unachtsamkeit fremdes Eigentum durch das Spielen beschädigt, kommt die Privathaftpflicht dafür auf. Vorsatz ist aber auch in diesem Fall nicht im Versicherungsschutz ingebriffen.

Erfasst ein Autofahrer einen Pokémon GO-Spieler, so übernimmt die Kfz-Versicherung den Schaden. Aber: Sollte der Spieler durch das Spiel abgelenkt gewesen sein, so wird ihm unter Umständen eine Teilschuld zugesprochen. Dies würde die Leistung der Kfz-Haftpflicht mindern.
 

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