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Unfallstatistik 2015: Anzahl der Arbeitsunfälle gesunken

München, 19.7.2016 | 15:29 | che

Die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ist im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um fast zwei Prozent gesunken – und das obwohl die durchschnittlichen Arbeitsstunden um 1,5 Prozent angestiegen sind. Das meldete die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) am Dienstag. Auch starben im Vergleich zu 2014 weniger Menschen infolge eines Arbeitsunfalles.
 

Mann liegt auf Boden mit Helm danebenDie Anzahl der Arbeitsunfälle im Jahr 2015 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.
Der Verband bestätigte damit die vorläufigen Zahlen vom April. Rund 866.000 Arbeitsunfälle wurden 2015 gemeldet, 470 davon endeten tödlich. Das entspricht einem Rückgang von beinahe zwei Prozent. „Die Arbeitsbedingungen in Deutschland werden immer sicherer. Dafür spricht auch die Tendenz, dass nicht nur die Zahl der meldepflichtigen, sondern auch die der schweren Unfälle abnimmt“ resümiert DGUV-Geschäftsführer Joachim Breuer.


Leichter Anstieg bei Wegeunfällen und Verdachtsmitteilungen bei Berufskrankheiten

Das Risiko, einen Wegeunfall zu erleiden, stieg 2015 dagegen um gut drei Prozent an. 179.181 Arbeitnehmer verunglückten auf dem Arbeitsweg – 248 davon starben. Auch die  Anzahl der Verdachtsmitteilungen von Berufskrankheiten lag 2015 höher als im Vorjahr. Die Ursache ist unter anderem in der Aufnahme neuer Krankheitsbilder – wie beispielsweise Hautkrebs – in die Berufskrankheitenliste zu finden, so die Erklärung der DGUV. Insgesamt wurden 76.991 Verdachtsfälle gemeldet, 37.149 davon wurden bestätigt. 2.409 Todesfälle wurden infolge einer Berufskrankheit registriert.
 

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