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Wartezeiten der Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie eine Rechtsschutzversicherung abschließen, kann unter Umständen eine Wartezeit anfallen. Was man darunter versteht und was es diesbezüglich alles zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

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Als Wartezeit bezeichnet man den Zeitraum zwischen dem Vertragsabschluss und dem Zeitpunkt, ab dem der Versicherte Leistungen der Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen kann. Wie lang dieser ist, hängt vom jeweiligen Versicherungsanbieter und Tarif ab.

Zudem kann es in ein und demselben Tarif jeweils unterschiedliche Wartezeiten für die einzelnen Bausteine geben, zum Beispiel keine Wartezeit für Verkehrsrechtsschutz, aber drei Monate für Privatrechtsschutz und sechs Monate für Berufsrechtsschutz.

Welche Wartezeiten gibt es?

Für die Dauer der Wartezeit gilt in den meisten Fällen:

Rechtsschutz-Baustein Dauer der Wartezeit
Verkehrsrechtsschutz 0 Monate
Privatrechtsschutz 3 Monate
Berufsrechtsschutz 3 Monate
Wohnrechtsschutz 3 Monate
Vermieterrechtsschutz 3 Monate

 

Dies sind jedoch nur Richtwerte und können tarifabhängig abweichen. Prüfen Sie daher am besten im Detailvergleich nach, ob und für welche Bausteine es bei für Sie interessanten Tarifen Wartezeiten gibt.

Leistung hängt nicht nur von der Wartezeit ab

Unabhängig von den Wartezeiten des jeweiligen Tarifs leistet die Rechtsschutzversicherung nicht bei Rechtsstreitigkeiten, die

  • bereits vor Vertragsabschluss eintreten
  • oder ihre Ursache bereits vor dem Zeitpunkt des Abschluss haben.

Wichtig: Entsteht ein Rechtsstreit oder die Ursache dafür während der Wartezeit für die entsprechende Leistung (zum Beispiel ein Konflikt mit dem Vermieter während der dreimonatigen Wartezeit für den Wohnrechtsschutz), besteht kein Schutz. Die Rechtsschutzversicherung leistet auch dann nicht, wenn der Fall erst nach dem Ende der Wartezeit vor Gericht landet.

Ist abzusehen, dass sich etwas an Ihrer Lebenssituation ändert, sollten Sie frühzeitig über den Abschluss beziehungsweise die Erweiterung Ihres Rechtsschutzes nachdenken. Der Grund: Erweitern Sie Ihre bestehende Versicherung um einen Baustein, gilt für diesen die vom Versicherer vorgesehene Wartezeit, auch wenn die Wartezeiten für die anderen Bausteine bereits verstrichen sind.

Beispiele hierfür wären:

  • Sie kaufen sich eine Wohnung und haben vor, diese zu vermieten.
  • Sie beginnen nach längerer Selbstständigkeit wieder eine Festanstellung.

Wartezeit beim Versicherungswechsel

Bei einem Wechsel der Rechtsschutzversicherung entfallen die Wartezeiten beim neuen Versicherer für die Rechtsbereiche, die schon im vorherigen Vertrag abgesichert waren. Voraussetzung dafür ist, dass der neue Vertrag zeitlich nahtlos an das Ende des alten anknüpft.

Egal, ob mit oder ohne Wartezeit: Eine günstige und leistungsstarke Rechtsschutzversicherung für Ihren individuellen Absicherungswunsch finden Sie leicht mit unserem Online-Rechtsschutzrechner.

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