Girokonto: Mit Wärmebildern Datenklau am Geldautomaten
| lsc

Eine Infrarotkamera wie diese erzeugt Wärmebilder. Die wärmsten Stellen sind rot gefärbt.
Zuletzt haben die Sicherheitsexperten von Sec Tec, einem britischen Sicherheitsunternehmen, auf diese Möglichkeit des Datenausspähens an Geldautomaten in einem Blogbeitrag auf ihrer Homepage hingewiesen. Die Entwicklung ist jedoch bekannt. Zahlreiche Technikexperten warnen schon seit Längerem davor. Zwar sind Diebe bisher nicht auf diese Weise an Daten gelangt, laut David Wray, Berater bei Sec Tec, könnte sich das aber schon bald ändern: „Angesichts der Tatsache, dass die Technologie so günstig ist, ist zu erwarten, dass es in Zukunft solche Versuche geben wird.“ Eine Infrarotkamera kostet circa 300 Euro.
Banken zucken nicht mal mit der Wimper
Einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag zufolge teilen Geldhäuser die Sorgen der Sicherheitsforscher nicht. Eine Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Banken weist darauf hin, dass es bei einem vierstelligen Code 24 Kombinationsmöglichkeiten gibt. Wird eine PIN dreimal falsch eingegeben, wird sie gesperrt. Zudem habe ohne Bankkarte ohnehin niemand Zugriff auf ein Konto.
Der Sparkassen und Girokontenverband erklärt, dass es fast unmöglich sei, an seinen Automaten ein aussagekräftiges Infrarotbild zu erhalten. Denn die Geräte des Verbands seien mit Metalltasten ausgestattet. Diese gäben die Wärme im Vergleich zu Kunststoffpads schnell wieder ab.
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