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Gesetzliche Krankenversicherung für Rentner

Wer während seines Erwerbslebens die meiste Zeit gesetzlich versichert war, ist dies meist auch als Rentner. Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen versicherungspflichtigen und freiwillig versicherten Rentnern. Wir erklären den Unterschied.

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Wer während seines Erwerbslebens gesetzlich krankenversichert war, bleibt in der Regel auch als Rentner Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Es gibt dabei einen Unterschied zwischen Rentnern, die versicherungspflichtig, und solchen, die freiwillig gesetzlich versichert sind.

Versicherungspflichtige Rentner

Pflichtversichert sind alle Rentner, die bestimmte Vorversicherungszeiten erfüllen. Sie müssen während der zweiten Hälfte ihres Erwerbslebens mindestens 90 Prozent der Zeit gesetzlich versichert gewesen sein. Hierbei zählen neben Zeiten einer Pflichtversicherung ebenfalls Phasen mit einer freiwilligen Versicherung oder Familienversicherung über den Partner.

Vorversicherungszeit für Rentner mit Kindern

Rentner mit Kindern erhalten zusätzliche Zeiten für die Kindererziehung angerechnet: Für jedes eigene Kind sowie Stief- oder Pflegekind werden dem Rentner pauschal drei Versicherungsjahre gutgeschrieben. Es ist hierbei unerheblich, ob man das Kind selbst großgezogen hat.

Versicherungspflichtige Rentner sind in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) versichert. Sie müssen auf ihre gesetzliche Rente nur die Hälfte des allgemeinen Beitragssatzes zahlen – das sind derzeit 7,3 Prozent. Die anderen 7,3 Prozent zahlt die KVdR. Ab 2019 übernimmt die KVdR auch die Hälfte des Zusatzbeitrags der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der GKV beträgt dabei im Jahr 2019 0,9 Prozent.

Verlangt die Kasse etwa einen Zusatzbeitrag von 1,0 Prozent, muss der Rentner auf seine gesetzlichen Versorgungsbezüge ab 2019 insgesamt 7,8 Prozent zahlen.

Geht er neben dem Bezug seiner Altersrente arbeiten, muss er auf die Einkünfte aus dieser Erwerbsarbeit den vollen Beitragssatz der Kasse sowie den Zusatzbeitrag zahlen – die KVdR beteiligt sich hieran nicht.

Das gleiche gilt für Versorgungsbezüge. Dazu gehören etwa Leistungen aus einer betrieblichen Altersversorgung (zum Beispiel eine Betriebsrente oder über den Betrieb abgeschlossene Riester-Rente) oder eine Beamtenpension.

Freiwillig versicherte Rentner

Erfüllt ein Rentner die Vorversicherungszeiten für die Versicherungspflicht nicht, kann er sich unter bestimmten Bedingungen freiwillig gesetzlich versichern. Er muss dann den allgemeinen Beitragssatz der GKV in voller Höhe auf seine Rente zahlen. Von seinem Rentenversicherungsträger erhält er jedoch auf Antrag die Hälfte der Beiträge zurück.
 

Beispiel: Beitragssätze für Rentner

Beispielhafter Zusatzbeitrag in Höhe von 1 Prozent. Ohne Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung. * Zuschuss des Rententrägers berücksichtigt.
 
Einkünfte Versicherungspflichtig Freiwillig versichert
Gesetzliche Rente 7,8 % 7,8 %*
Erwerbseinkommen 15,6 % 15,6 %
Versorgungsbezüge 15,6 % 15,6 %
Mieteinnahmen 15,0 %
Zinsen, Dividenden 15,0 %
private Renten 15,0 %

Vorteil für versicherungspflichtige Rentner

Der große Vorteil für versicherungspflichtige Rentner: Auf private Einnahmen wie etwa Mieteinkünfte, Zinsen oder private Renten zahlen sie keine Krankenversicherungsbeiträge. Anders ist dies bei freiwillig versicherten Rentnern: Sie müssen darauf einen Beitragssatz von 14 Prozent zahlen – sowie den jeweiligen Zusatzbeitrag ihrer Krankenkasse.

Egal, ob freiwillig versichert oder versicherungspflichtig – alle Rentner zahlen Krankenversicherungsbeiträge maximal auf Einkünfte in Höhe der Beitragsbemessungsgrenze. Diese liegt im Jahr 2019 bei 54.450 Euro.

Familienversicherung für den Partner

Der Ehe- oder Lebenspartner eines Rentners ist unter bestimmten Voraussetzungen kostenlos familienversichert. So darf die Ehefrau oder der Ehemann kein regelmäßiges monatliches Einkommen – etwa eine eigene Rente – von mehr als 445 Euro haben. Bei einem Mini-Job liegt diese Grenze bei 450 Euro.

Zudem darf der Partner nicht hauptberuflich selbstständig tätig sein, damit eine Familienmitversicherung möglich ist. Der Partner, der mitversichert ist, muss keine eigenen Beiträge zahlen.

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Auch Rentner müssen die Hälfte des Zusatzbeitrags ihrer Krankenkasse aus eigener Tasche bezahlen. Daher können Sie durch den Wechsel zu einer günstigen Kasse jeden Monat bares Geld sparen.

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