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Vorläufiges Ergebnis der gesetzlichen Krankenversicherung für 2015: Krankenkassen mit über einer Milliarde Verlust

München, 7.3.2016 | 16:10 | mst

Die gesetzliche Krankenversicherung hat 2015 abermals einen Milliardenverlust eingefahren. Für das Bundesgesundheitsministerium liegt dies an den niedrigen Zusatzbeiträgen zugunsten der Versicherten.
 

Flur im KrankenhausDie Krankenkassen haben 2015 einen Verlust von mehr als einer Milliarde Euro eingefahren.
Die gesetzlichen Krankenkassen haben im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,14 Milliarden Euro eingefahren. Das geht aus dem vorläufigen Finanzergebnis für 2015 hervor, welches das Bundesgesundheitsministerium am Montag veröffentlicht hat.
 
Demnach haben die Kassen insgesamt 212,42 Milliarden Euro eingenommen. Dem standen Ausgaben in Höhe von 213,56 Milliarden Euro gegenüber. Das Bundesgesundheitsministerium führt den Verlust vor allem darauf zurück, dass die Krankenkassen die Versicherten durch niedrige Zusatzbeiträge entlastet hätten.
 

Niedrige Zusatzbeiträge für rund 900 Millionen Euro verantwortlich

„Dass die Versicherten durch niedrigere Zusatzbeiträge um knapp 900 Millionen Euro entlastet werden konnten, zeigt die insgesamt gute Finanzlage der Kassen“, sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Mit Reserven von rund 24,5 Milliarden Euro stehe die gesetzliche Krankenversicherung nach wie vor auf einer stabilen Grundlage.
 
Damit ist das Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung in etwa so hoch wie im Jahr 2014.

Aktualisierung:
Vorläufiges Finanzergebnis für das Jahr 2016

 

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