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Leistungen der Krankenkasse für Impfungen

Die gesetzlichen Krankenkassen leisten generell für alle Schutzimpfungen, die in der Schutzimpfungs-Richtlinie enthalten sind. Einige Kassen erstatten mehr Impfungen als gesetzlich vorgeschrieben. 

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Zahlreiche Schutzimpfungen gehören zum gesetzlichen Regelkatalog der Krankenkassen und werden von jeder Kasse bezahlt. Darüber hinaus erstatten viele Kassen freiwillig zusätzliche Impfungen – etwa bestimmte Reiseschutzimpfungen für den Urlaub.

  1. Allgemeine Schutzimpfungen
  2. Wann impfen?
  3. Schutzimpfungen für bestimmte Personengruppen
  4. Warum impfen?
  5. Risiken und Nebenwirkungen
  6. Zusatzleistungen der Krankenkassen für Impfungen

Allgemeine Schutzimpfungen

Es gibt zahlreiche Schutzimpfungen für gesetzlich Versicherte, die jede Krankenkasse bezahlt. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), in dem Vertreter der Kassen, Ärzte und Krankenhäuser sitzen, legt in einer Schutzimpfungsrichtlinie fest, welche Impfungen das genau sind. Er folgt dabei in der Regel den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts. Diese aktualisiert ihre Empfehlungen jedes Jahr auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Derzeit gibt es jedoch keine Impfpflicht in Deutschland.

Folgende Impfungen werden derzeit von allen gesetzlichen Krankenkassen für Kinder übernommen:

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphtherie
  • Keuchhusten (Pertussis)
  • Hib (Haemophilus influenzae Typ b)
  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)
  • Hepatitis B
  • Pneumokokken
  • Rotaviren
  • Meningokokken
  • Masern, Mumps, Röteln
  • Windpocken (Varizellen)

Stand: April 2018

Wann impfen?

Die meisten Schutzimpfungen bestehen aus mehreren Teilimpfungen sowie Auffrischungsimpfungen. Im Großteil der Fälle sollte bereits in den ersten Lebensmonaten mit der ersten Impfung begonnen werden. Wann und wie oft Sie Ihre Kinder impfen lassen sollten, erfahren Sie auf unserer Seite zum Thema Impfungen für Babys und Kinder.

Schutzimpfungen für bestimmte Personengruppen

Darüber hinaus gibt es Schutzimpfungen, welche die STIKO für bestimmte Personengruppen empfiehlt. Für entsprechende Gruppen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen auch diese Impfungen.

Influenza (Grippe)

Dazu gehört etwa die Impfung gegen Grippe (Influenza). Sie wird für alle Personen ab 60 Jahren, Schwangere sowie chronisch Kranke empfohlen und von der jeweiligen Kasse gezahlt. Auch wer beruflich besonders gefährdet ist oder Risikopersonen betreut – etwa Krankenhauspersonal – sollte sich impfen lassen und kann die Impfung über die Gesundheitskarte abrechnen lassen.

Humane Papillomviren

Eine Impfung gegen HPV (Humane Papillomviren) ist gesetzliche Regelleistung für Mädchen zwischen neun und 14 Jahren. HP-Viren können unter anderem Gebärmutterhalskrebs verursachen.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

FSME ist eine Virusinfektion, die durch Zecken übertragen wird. Sie kann eine Entzündung des Gehirns beziehungsweise der Hirnhäute auslösen. Eine Impfung wird für alle Personen empfohlen, die in einem Risikogebiet leben. Zu den Risikogebieten in Deutschland zählen derzeit vor allem Baden-Württemberg und Bayern sowie Regionen in Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und im Saarland.

Bei einer Urlaubsreise in ein Risikogebiet ist die Impfung zwar keine reguläre Kassenleistung, viele Kassen übernehmen allerdings einen Teil der Kosten im Rahmen der freiwilligen Leistungen für Reiseschutzimpfungen.

Warum impfen?

Impfungen schützen vor gefährlichen ansteckenden Krankheiten, indem sie das Immunsystem aktivieren.

Sind ausreichend viele Menschen innerhalb einer Gruppe geimpft, werden dadurch auch Ungeimpfte geschützt. Das Virus kann sich dann nicht mehr ausbreiten. Diese Herdenimmunität schützt Menschen, die aus bestimmten Gründen nicht geimpft werden können – etwa kleine Kinder oder Menschen mit einer Immunschwäche.

Die nationale und internationale Impfpolitik verfolgt das Ziel, bestimmte Krankheiten möglichst ganz auszurotten. Dies ist in Europa zum Beispiel bei der Poliomyelitis (Kinderlähmung) erreicht worden. Auch an der Ausrottung der Masern wird intensiv gearbeitet.

Risiken und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind bei Impfungen nie ausgeschlossen. Allerdings muss zwischen normalen Impfreaktionen und echten unerwünschten Nebenwirkungen, sogenannten Impfkomplikationen, unterschieden werden. Impfreaktionen sind beispielsweise Hautrötungen an der Impfstelle oder eine erhöhte Temperatur in den ersten Tagen nach der Impfung. Sie sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv geworden ist.

Echte Impfkomplikationen wie zum Beispiel Gelenkschmerzen oder Fieberkrämpfe treten hingegen nur sehr selten auf.

Zusatzleistungen der Krankenkassen für Impfungen

Mann erhält Impfung mit SpritzeNeben den gesetzlich vorgeschriebenen Impfleistungen bezuschussen zahlreiche Krankenkassen weitere Impfungen teilweise oder vollständig als freiwillige Zusatzleistung. So erstattet beinahe jede zweite Krankenkasse die Kosten für eine Grippeimpfung für alle Versicherten und nicht nur für Risikogruppen.

Auch bei der Schutzimpfung gegen HPV unterscheiden sich die Leistungen der Kassen. Rund 60 Prozent zahlen die HPV-Impfung wie gesetzlich vorgeschrieben nur für Mädchen. 40 Prozent der Kassen zahlen die Impfung jedoch auch für erwachsene Frauen.

Leistungen der privaten Krankenversicherung für Impfungen

Die meisten Tarife einer privaten Krankenversicherung erstatten ebenfalls die Kosten für empfohlene Impfungen. Ob eine Impfung für eine Urlaubsreise gezahlt wird, hängt vom jeweiligen Tarif ab.

Bei der Impfung für die Urlaubsreise gibt es ebenfalls große Unterschiede. So übernehmen manche Kassen jedes Jahr nur einen pauschalen Betrag – etwa 50 Euro. Andere erstatten die Kosten für Impfungen wie etwa gegen Typhus, Hepatitis oder Gelbfieber in voller Höhe.

Einige wenige Kassen zahlen überhaupt nicht für Reiseimpfungen, wenn der Auslandsaufenthalt nicht beruflich bedingt ist.

Impfpass

Wurde eine Impfung durchgeführt, wird sie im Impfpass dokumentiert. Wird der Impfpass regelmäßig gepflegt, können Ärzte überprüfen, ob eine Impfung fehlt oder eine Auffrischungsimpfung erforderlich ist. Der gelbe Impfpass ist ein internationales Dokument, das nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erstellt wurde. Für die Einreise in einige Länder ist es erforderlich, einen gültigen Impfpass vorzulegen.

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