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Wenn es nach Viaeuropa geht Glasfaser bald überall

München,

Die neugegründete Firme Viaeuropa Deutschland will für mehr Glasfaseranschlüsse in Deutschland sorgen und die Kosten für Verbraucher senken. Nach schwedischem Vorbild soll dabei eine offene Plattform geschaffen werden, die Glasfasernetze von Städten und Gemeinden mit Internetprovidern und Nutzern verbinden soll, teilte das Start-up auf seiner Webseite mit.

Glasfaserkabel werden neu verlegt. Opengiga soll Netzbetreiber, Anbieter und Endkunden zusammenbringen.
In Europa surfen die Schweden laut Connectivity Report von Akamai (4. Quartal 2015) am schnellsten: Mit 19,1 MBit/s sind die Skandinavier im Schnitt unterwegs. Zum Vergleich: Deutschland kommt im selben Zeitraum auf gerade einmal 12,9 MBit/s.

Für das neugegründete Start-up ist die Art und Weise, wie in Schweden der Breitbandausbau funktioniert, ausschlaggebend für diesen Erfolg. In erster Linie bauen dabei Städte und Gemeinden Glasfasernetze aus, die aktiv meist von Dritten betrieben werden.

Das soll auch in Deutschland funktionieren: Voraussetzung dafür sei ein offener Marktplatz (Opengiga), über den große und kleine Dienstanbieter bei gleichen Rahmenbedingungen Zugänge für Endkunden anbieten können. Viaeuropa Deutschland führt eigenen Angaben zufolge hierzu bereits Gespräche mit Kommunen in Deutschland.

Mitte August hatte 1&1 bereits angekündigt, seine Internetzugänge künftig auch über das Glasfasernetz des regionalen Netzbetreibers Wilhelm.tel anzubieten – dazu werde das regionale Netz an die bundesweite Infrastruktur von 1&1 Versatel angeschlossen. 1&1 will in Zukunft ebenfalls weitere städtische Netze miteinander verknüpfen.

Neben Stadtwerken und Co. gibt es auch Anbieter, die sich auf den Glasfaserausbau in kleineren Gemeinden spezialisiert haben: Der Anbieter Deutsche Glasfaser etwa baut in deutschen Gemeinden Glasfasernetze, sobald sich eine erforderliche Mindestanzahl von Haushalten für einen Vertrag mit dem Anbieter entschieden hat. Eigenen Angaben zufolge hat der Anbieter bereits mehr als 115.000 Glasfaseranschlüsse (FTTH, also bis in die Wohnung!) realisiert.
 

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