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Verkehrsminister Dobrindt Ein Gigabit bis 2025 zu wenig

München,

Die Breitbandziele der Bundesregierung würden heute anders aussehen als zum Zeitpunkt der Erstellung der Digitalen Agenda im Jahr 2014. Es wären nicht mehr 50 MBit/s, würde man heute ein Ziel aufschreiben, sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf einer Veranstaltung des IT-Branchenverbandes Eco. Selbst ein Gigabit bis 2025 findet der Politiker noch zu wenig, wie Golem am Dienstag berichtete.

Bundesminister Alexander Dobrindt Verkehrsminister Dobrindt (CSU) zog eine Zwischenbilanz zur Digitalen Agenda. (Bild: Bundesregierung, Kugler)
Dem Bericht zufolge wies Dobrindt Kritik am lahmenden Breitbandausbau in Deutschland zurück. Der Maßstab müsse sein, was in Deutschland zur Verfügung steht. Einen Technologiemix wie in Deutschland gebe es in anderen Ländern nicht. Damit meint der Minister etwa Internetzugänge über Glasfaser, Telefonleitung und Fernsehkabelbetz, aber auch den Ausbau per VDSL-Vectoring.

Die Telekom erhielt in der vergangenen Woche die Genehmigung der Bundesnetzagentur, Nahbereiche von Vermittlungsstellen exklusiv mit Vectoring-Technik auszustatten, was bei Wettbewerbern und Verbänden für Empörung sorgte.

Der Forderung von Eco-Vorstandsmitglied Oliver Süme nach einem Internetministerium verpasste der ebenfalls anwesende Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) dem Bericht zufolge eine Absage: Die digitale Entwicklung sei ein Querschnitts-Thema. Neben dem Wirtschafts- und dem Verkehrsministerium ist derzeit auch das Innenressort an der Digitalen Agenda beteiligt.
 

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