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Internet Studie Nutzer fordern mehr Rechte wie Entschädigungen bei schlechtem Internet

München,

Eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes hat ergeben, dass sich eine klare Mehrheit der Deutschen mehr Rechte bei Problemen mit dem Internet wünscht. Besonders finanzielle Entschädigungen und einfachere Wechselmöglichkeiten wurden als wünschenswert gesehen.

Internet Symbolbild Studie: Verbraucher wünschen sich mehr Rechte bei Internet-Problemen

„Laut Bundesnetzagentur bekommt gerade mal jeder achte Verbraucher die maximale Bandbreite, die in seinem Vertrag steht. Jeder dritte Nutzer hat laut Markwächter-Untersuchung wiederholt Probleme mit seiner Verbindung“: So fasst der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die aktuelle Situation mit Internet-Tarifen in Deutschland zusammen. Laut einer Studie der Organisation in Zusammenarbeit mit dem Dienstleistungsunternehmen Kantar wünscht sich die Mehrheit der Verbraucher daher, diesen Missständen nicht schutzlos ausgeliefert zu sein.
 
Besonders offen zeigen sich Nutzer dabei gegenüber finanziellen Entschädigungen und Entlastungen. 76 Prozent der 1.009 befragten Teilnehmer könnten sich beispielsweise vorstellen, einen monetären Ausgleich zu erhalten, wenn die tatsächliche Internetgeschwindigkeit deutlich unter dem Wert der gebuchten Verbindung liegt. Der gleiche Prozentsatz an Befragten würde es auch begrüßen, wenn sie weniger für ihren Tarif bezahlen müssten. Alternativ wird auch ein Sonderkündigungsrecht als angemessene Maßnahme akzeptiert. Den Wechsel in einen anderen Tarif halten nur 61 Prozent für eine sinnvolle Möglichkeit.
 

Verbraucherzentrale Studie: Junge Leute sind geduldig

 
Bei anhaltenden Störungen bietet sich ein ähnliches Bild: So würden 81 Prozent der Studien-Teilnehmer es begrüßen, weniger im Monat für ihren Tarif zu bezahlen. Eine finanzielle Entschädigung bei lang anhaltenden Störungen finden sogar 84 Prozent für angemessen. Ein Sonderkündigungsrecht oder einen Wechsel in einen anderen Tarif können sich bei Störungen hingegen nur 60 Prozent beziehungsweise 45 Prozent der Verbraucher vorstellen.
 
Interessant: Die Akzeptanz für eine länger anhaltende Störung ist bei jungen Leuten (18 bis 29 Jahre) wesentlich höher als bei Personen zwischen 30 und 60+. So fordert eine klare Mehrheit (knapp 70 Prozent und mehr) der älteren Generation, dass Internetstörungen innerhalb eines Tages gelöst werden. Junge Befragte beweisen aber wesentlich mehr Geduld: Für 56 Prozent wär ein Lösung innerhalb der ersten 24 Stunden akzeptabel. 26 Prozent halten 48 Stunden für angemessen. Und noch 11 Prozent stimmten für drei Tage.
 
Angesichts dieser Umfrage fordert der vzbv: „Ein Internetanschluss gehört inzwischen fast zum Leben dazu wie die Wasserversorgung oder der Stromanschluss. Umso schlimmer, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher nicht geliefert bekommen, wofür sie zahlen und sich nicht wirklich dagegen wehren können. Die Bundesregierung darf Verbraucher hier nicht länger im Stich lassen und muss ihnen einfache Mittel wie Sonderkündigungs- und Minderungsrechte an die Hand geben. Die Mehrheit der Verbraucher wünscht sich solche Rechte“.

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