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VDSL-Vectoring Europäische Kommission will Ausbau-Zusage an die Telekom prüfen

München,

Die Europäische Kommission will die Ausbauzusage der BNetzA an die Telekom gründlich untersuchen und leitet daher ein sogenanntes Phase-II-Verfahren ein. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Das Prüfverfahren soll Zweifel der EU-Kommission an der exklusiven Vectoring-Ausbauzusage der Bundesnetzagentur (BNetzA) an die Deutsche Telekom klären. Die Zusage würde es der Telekom gestatten, Nahbereiche von Vermittlungsstellen als einziger Anbieter zu erschließen.

Drei Flaggen mit dem Symbol der Europäischen Union wehen im Wind. Die EU-Kommission will die Vectoring-Ausbauzusage der Bundesnetzagentur an die Telekom prüfen.
Die Kommission stimme zwar zu, dass die Pläne von BNetzA und Telekom rund 1,4 Millionen Haushalten in Deutschland Download-Geschwindigkeiten über 50 MBit/s bringen würden, heißt es in der Online-Ausgabe der Welt. Telekom-Wettbewerber scheinen in der aktuellen Form allerdings behindert zu werden.

Die Telekom geht dem Bericht zufolge weiter davon aus, dass die Ausbaupläne auch in Brüssel unterstützt werden. Allerdings dürfte sich der Startschuss für den Ausbau im Nahbereich verzögern, da die EU-Kommission nun drei Monate Zeit für die Prüfung hat.

Der Branchenverband VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), dem viele Telekom-Wettbewerber angehören, begrüßt die genaue Prüfung der Vectoring-Entscheidung. VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner sagte, dass die EU-Kommission „ernsthafte Bedenken gegenüber einem weitgehenden Vectoring-Monopol in allen Nahbereichen der Hauptverteiler“ hat.

Brüssel sehe sowohl eine generelle Gefahr für den Wettbewerb in Deutschland als auch für die in Deutschland notwendigen Investitionen in Gigabit-Netze, heißt es in der Mitteilung des Verbands.