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Ungedrosselt oft günstiger Viele Internettarife mit Datendrossel lohnen sich nicht

München,

Internettarife mit integrierter Datendrossel sind häufig teurer als ungedrosselte Tarife von Wettbewerbern. Zu diesem Schluss kommt eine von CHECK24 durchgeführte Preisanalyse.

Frauenhand am Laptop Gedrosselte Tarife lohnen sich einer Preisanalyse zufolge nicht.
Während sich Datentarife mit Drossel im Mobilfunkmarkt etabliert haben, handelt es sich bei dem überwiegenden Teil der kabelgebundenen Internettarife um echte Surf-Flatrates. Lediglich drei große Anbieter haben überhaupt Tarife mit Drossel mit Angebot: 1&1, Vodafone Kabel Deutschland und o2. Bei einem Drosseltarif wird die Downloadgeschwindigkeit des Anschlusses nach Verbrauch eines vereinbarten Datenvolumens abgesenkt.

Der Anbieter 1&1 hat mit DSL Basic einen Tarif für Wenigsurfer im Angebot: Nach 100 GB wird der Analyse zufolge bereits die Geschwindigkeit von 16 MBit/s auf nur noch ein MBit/s gedrosselt – Videos in HD sind damit nicht mehr möglich und Downloads nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Alternativ hat der Anbieter aber auch seine Flatrate-Tarife im Angebot, die nicht gedrosselt werden und im Vergleich zum Drosseltarif nur einen geringen Aufpreis kosten.

O2 drosselt alle seine Tarife nach Verbrauch eines vorgegebenen Inklusivvolumens, allerdings wird die Drossel erst dann aktiviert, wenn ein Kunde in drei aufeinanderfolgenden Monaten das Volumen überschritten hat. Passiert dies, ist je nach gewähltem Tarif nach 100 bis 500 GB Schluss mit schnellem Surfen: Bei o2 wird die Geschwindigkeit dann für den Rest des Monats auf zwei MBit/s gedrosselt – das ermöglicht Nutzern zwar weiterhin das Surfen und Abrufen von E-Mails, HD-Videos sind damit allerdings nur sehr bedingt möglich.

Im Kabel drosselt Vodafone seine schnellen Tarife mit 200 und 400 MBit/s nach einem Verbrauch von 1.000 Gigabyte – das Volumen sollte auch Nutzern ausreichen, die regelmäßig Videos streamen und Daten herunterladen. Allerdings könnte regelmäßiges Downloaden großer Dateien oder die intensive Nutzung von Cloud-Anwendungen die Drossel auslösen – möglich sind dann noch zehn MBit/s, genug zum Streamen von HD-Videos, Downloads dauern dann allerdings deutlich länger als mit 200 oder 400 MBit/s.

Die Preisanalyse zeigt, dass es für viele der untersuchten Drosseltarife einen günstigeren ungedrosselten Tarif bei einem anderen Anbieter gibt – Verbraucher sparen gegenüber dem gedrosselten Tarif bis zu 45 Prozent.
 

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