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Unesco-Bericht Immer mehr Internetsperren durch Regierungen

München,

Immer häufiger setzen Regierungen auf sogenannte Shutdowns, um unliebsame Inhalte für die Bevölkerung nicht mehr zugänglich zu machen. Einem Unesco-Bericht zufolge hat sich die Zahl der Abschaltungen seit 2015 verdreifacht.

Router mit Netzwerkkabel und Vorhängeschloss Immer mehr Menschen sind im Netz, allerdings werden auch immer mehr Internetseiten gesperrt.
Zählte die Organisation der Vereinten Nationen 2015 noch 18 Shutdowns, sind es 2017 bislang schon 61. Seit Januar 2016 registrierte die Unesco 116 Blockaden, die meisten davon in Asien. Allein Indien kommt auf 54 Shutdowns.

Einem Bericht auf Spiegel Online zufolge wurden in Ägypten im Mai 2017 21 Internetseiten gesperrt. Dazu gehört etwa die Seite des arabischen Nachrichtensenders Al Jazeera.

Die Autoren des Unseco-Berichts warnen vor Einschränkungen der Informationsfreiheit, etwa durch Massenüberwachung und automatische Gewichtung von Nachrichten. Journalisten sieht das Papier unter Beschuss: In immer mehr Ländern seien Journalisten Angriffen ausgesetzt.
 

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