Sie sind hier:

Test mit DOCSIS 3.1 Vodafone kommt auf 8,4 GBit/s im Kabelnetz

München,

Vodafone hat das Kabelnetz eines Wohnhauses auf den Übertragungsstandard Docsis 3.1 umgestellt und im Testbetrieb eine Übertragungsgeschwindigkeit von 8,4 Gigabit pro Sekunde gemessen. Wie Golem berichtet wird der Test in einem Haus in einer nicht näher benannten deutschen Großstadt durchgeführt.

Glasfaserkabel werden neu verlegt. Das Wohnhaus, in dem Docsis 3.1 getestet wurde, war direkt ans Glasfasernetz angeschlossen.
Da in Deutschland noch keine Modems mit Docsis-3.1-Unterstützung erhältlich sind, hat Vodafone gleich mehrere Geräte und deren Bandbreite zusammengeschlossen. Im Test erreichte Vodafone dabei eine Download-Geschwindigkeit von 8.400 MBit/s, im Upload um die 100 MBit/s, allerdings sagte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck gegenüber Golem, dass der Upstream nicht ausgereizt wurde. Letztlich sollen mit Docsis 3.1 zehn GBit/s im Download und ein GBit/s im Upload möglich sein.

Dem Bericht zufolge ist das Testhaus mit Glasfaserkabeln an das Vodafone-Netz angeschlossen, im Gebäude hingegen ist nur Koaxialinfrastruktur vorhanden. Wohngebäude mit Kabelanschlüssen mit dem Übertragungsstandard Docsis 3.0 werden heutzutage in der Regel nicht direkt ans Glasfasernetz angeschlossen: Stattdessen reicht das Glasfaserkabel bis zum Verstärker, also bis zum Verteilerkasten auf der Straße.

Die Einführung des Übertragungsstandards Docsis 3.1 im Kabelnetz ist in den Netzen von Vodafone, Unitymedia und Tele Columbus geplant. Für die Umstellung müssen zunächst Frequenzen freigeschaufelt werden, wozu unter anderem die Analogabschaltung dient.

Weitere Nachrichten über DSL