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Telekom veröffentlicht Quartalsbericht Glasfaser für 57 Prozent aller Haushalte möglich

München,

Die Deutsche Telekom hat im vergangenen Quartal massiv in den Ausbau ihres Glasfasernetzes investiert. Wie das Unternehmen mitgeteilt hat, hat sich der Anteil der Haushalte in Deutschland, die an das Netz angeschlossen werden können, binnen Jahresfrist um zehn Prozentpunkte auf 57 Prozent erhöht. Insgesamt steht die Telekom-Glasfaser somit vier Millionen Haushalten mehr zur Verfügung.

Telekom Logo auf Dach Die Telekom setzt auf Glasfaser: Über 500.000 neue Anschlüsse kamen jüngst hinzu.
Diese Strategie des Bonner Marktführers scheint auch beim Kunden anzukommen. Im zweiten Quartal 2016 sind etwa 578.000 neue Glasfaseranschlüsse geschaltet worden – ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum.

Auch im Breitband- sowie im Geschäft mit seinen Triple-Play-Anschlüssen konnte der Ex-Monopolist punkten: 64.000 neue Anschlüsse für Internet und Telefon sowie 41.000 neue Entertain-Kunden sind hinzugekommen. Der Umsatz im deutschen Festnetzsegment ist dadurch um 1,8 Prozent auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro gestiegen.

Telekom zeigt sich kampfeslustig

Die Tatsache, dass die Serviceumsätze der Telekom erstmals seit Beginn der Liberalisierung des deutschen Telekommunikationsmarktes Ende der 90er Jahre im abgelaufenen Quartal stabilisiert werden konnten, motiviert den Konzern. "Wir investieren weiter massiv und arbeiten mit immer neuen Ideen und Initiativen daran, dem Kunden das beste Serviceerlebnis zu bieten", sagt Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom. "Die hohe Dynamik bei unseren Glasfaser-Anschlüssen wollen wir mit dem bundesweiten Vectoring-Ausbau fortschreiben. Die Wettbewerber nehmen wir gerne mit auf unser Netz – aber wir kämpfen um jeden eigenen Kunden, das ist völlig klar."

US-Geschäft als Wachstumstreiber

Das gesamte Betriebsergebnis der Telekom ist laut Unternehmensangaben im zweiten Jahresviertel auf circa 5,5 Milliarden Euro gestiegen. Während sich der Umsatz um zwei Prozent auf 17,8 Milliarden Euro verbessert hat, musste beim Konzern-Überschuss ein Rückgang um fast 13 Prozent auf 621 Millionen Euro festgeschrieben werden. Der Grund dafür liegt laut faz.de in den Abschreibungen für Netze und in Amerika vermietete Endgeräte.

Im Großen und Ganzen kann die Telekom in den USA allerdings überzeugen. Laut des Zeitungsberichts hatte sie im Berichtszeitraum 1,9 Millionen neue Nutzern in den Vereinigten Staaten für sich gewinnen können. In Summe nennt die Telekom damit 69 Millionen Menschen dort ihre Kunden. Damit ist für Timotheus Höttges das Ziel aber noch nicht erreicht. Obwohl bereits Milliarden in das US-Geschäft gepumpt wurden, will er weiter massiv investieren, so Höttges laut faz.de.

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