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Glasfaser Telekom und EWE kooperieren beim Netzausbau

München, | 10:25 Uhr | awa

Die Deutsche Telekom und der Energieanbieter EWE wollen künftig beim Glasfaserausbau eng zusammenarbeiten und zu diesem Zweck ein Joint Venture namens Glasfaser NordWest gründen. Einen entsprechenden Vertrag haben beide Unternehmen vergangenen Donnerstag unterzeichnet, wie sie gemeinsam mitgeteilt haben.

Telekom und EWE schließen Vertrag für Glasfaser NordWest Gemeinsam für schnelles Internet: Glasfaser NordWest ist ein Joint Venture der Deutschen Telekom und EWE.

In Teilen Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und Bremens sollen 1,5 Millionen Privathaushalte und Unternehmensstandorte von den geplanten zwei Milliarden Euro teuren Investitionen in Glasfaseranschlüsse profitieren. Sobald das Bundeskartellamt der Kooperation zugestimmt hat, soll das neue Unternehmen mit Sitz in Oldenburg gegründet werden.

Durch dieses Joint Venture bietet sich vor allem der Telekom, die als einstiger Monopolist auf dem Festnetzmarkt einer strengen Regulierung durch die Bundesnetzagentur unterliegt, die Möglichkeit, sich von solchen Preisvorgaben zu befreien. Auch EWE will einem Eingriff der Regulierungsbehörde entgegenwirken: „Die Dienste auf der neuen Infrastruktur stehen allen interessierten Telekommunikationsunternehmen zu üblichen kommerziellen Bedingungen zur Verfügung“, erklärt Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender des Versorgungsunternehmens.

Verbände begrüßen Glasfaser-Vorhaben

Sowohl der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.) als auch der VATM (Verband für Telekommunikation und Mehrwertdienste e.V.) begrüßen die geplante Zusammenarbeit zwischen Telekom und EWE im Sinne des deutschlandweiten Glasfaserausbaus grundsätzlich, wie handelsblatt.com berichtet. VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner verlangt allerdings, dass die Bundesnetzagentur kontrollieren müsse, dass beim Netzzugang faire Wettbewerbsregeln eingehalten werden. Dazu sei die Behörde schon durch die Vorgaben der EU-Kommission verpflichtet.

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