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Telekom als Mieter Erste Kooperation fix

München,

Die Telekom bietet über Anschlüsse des Netzbetreibers Innogy künftig eigene Tarife an. Das gaben beide Unternehmen am Montag bekannt. Über die Glasfaseranschlüsse sollen zunächst Tarife mit einer Downloadrate von 50 und 100 MBit/s zur Verfügung stehen.

Telekom-Gebäude am Landgrabenweg in Bonn Die Telekom mietet die Glasfaser-Infrastruktur von Innogy. (Bild: Telekom)
Durch die Einmietung der Telekom in die Infrastruktur von Innogy in zunächst rund 60 Ortsnetzen in der Eifel, dem Hunsrück und im Münsterland über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren soll der Breitbandausbau vorangetrieben werden.

Das Handelsblatt bezeichnet den Schritt als „Kehrtwende in der Strategie der Deutschen Telekom“. Bislang setzte das Unternehmen auf eigene Netze und baute diese sogar parallel zu bereits vorhandener Infrastruktur aus.

Innogy ist in erster Linie Energieanbieter, etwa von Strom und Erdgas, betreibt aber auch ein großes Glasfasernetz. Viele Häuser im Verbreitungsgebiet des Glasfasernetzes von Innogy sind per FTTB ans Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen – das optische Kabel reicht bei solchen Anschlüssen bis in den Keller eines Hauses.

Die Telekom hat schon angekündigt, mit weiteren Partnern zu sprechen, allerdings noch keine weiteren konkreten Partnerschaften genannt. Medienberichten zufolge will die Telekom allerdings schon in Kürze eine Kooperation mit EWE Tel ankündigen.
 

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