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Mehr Geld für Bundeshaushalt Regierung will Telekom-Anteile verkaufen

München,

Die Bundesregierung hält an den Plänen fest, Anteile an der Deutschen Telekom zu verkaufen. Der Erlös solle allerdings nicht ausschließlich für den weiteren Breitbandausbau, sondern für die „Finanzierung aller Ausgaben des Bundeshaushalts“ zur Verfügung stehen, wie das Bundesfinanzministerium (BMF) der WirtschaftsWoche sagte.

Telekom Logo auf Dach Fast ein Drittel der Telekom-Aktien sind in Staatshand. Das soll sich ändern. (Bild: Telekom)
Der Bund hält derzeit 14,5 Prozent an der Deutschen Telekom und weitere 17,5 Prozent über die staatseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Insgesamt hält die Regierung also fast ein Drittel der Aktien, die verbleibenden 68 Prozent befinden sich in Streubesitz.

Der Verkauf sei nur in Teilschritten möglich, heißt es vom BMF. Dieser sei außerdem vom Börsenumfeld abhängig.

Da die Telekom kritische Netzinfrastrukturen betreibt, sei es wichtig, darauf zu achten, wer die Anteile kauft. Die zukünftige Eigentümerstruktur dürfe „nicht zur Absenkung der gebotenen IT-Sicherheitsstandards führen“, heißt es in dem Bericht.

Anders als immer wieder von unterschiedlichen Politikern gefordert soll der Erlös der verkauften Aktien allerdings nicht vollständig in den weiteren Breitbandausbau fließen. Stattdessen soll das Geld dem Artikel zufolge den kompletten Bundeshaushalt mitfinanzieren.
 

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