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Medienverhalten IPTV legt zu, Video on Demand schlägt lineares TV

München,

In der Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen hat die Video-on-Demand-Nutzung das klassische Fernsehen überholt, IPTV kann beim TV-Empfang punkten, Kabel und Sat liegen hier aber weiter deutlich vorn. Dies geht aus dem Digitalisierungsbericht 2017 der Landesmedienanstalten hervor.

Paar Laden Fernseher Der TV-Konsum in Deutschland hat sich gewandelt: IPTV legt zu, junge Leute schauen am liebsten Video-on-Demand.
Von insgesamt 38,3 Millionen TV-Haushalten in Deutschland empfangen bereits 65,7 Prozent HD-Fernsehen; im vergangenen Jahr war es nur knapp mehr als die Hälfte. Die bevorzugten Empfangswege sind dabei das TV-Kabelnetz (45,7 Prozent) und Satellit (45,9 Prozent), IPTV konnte im Vergleich zum Vorjahr zulegen (6,9 Prozent), das Terrestrische Fernsehen musste Anteile abgeben (7,4 Prozent).

Interessant ist auch ein Blick auf die Art, wie sich der TV-Konsum geändert hat: In der Gesamtheit der Personen ab 14 Jahren in Deutschland liegt der Anteil des klassischen, linearen Fernsehens als primäre TV-Quelle bei 69,1 Prozent, Video-on-Demand hat hier bereits einen Anteil von 17,9 Prozent – ein Plus von 13,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Pickt man sich nun die Gruppe der 14- bis 29-Jährigen heraus, hat Video-on-Demand (44 Prozent) das lineare Fernsehen (38,3 Prozent) bereits überholt. Auch Livestreams (9,2 Prozent) spielen in dieser Zielgruppe eine Rolle.

Das bedeutet aber nicht, dass Inhalte der klassischen TV-Stationen nicht genutzt werden. Denn dem Bericht zufolge nutzt etwa ein Drittel der Personen ab 14 Jahren regelmäßig Mediatheken der TV-Sender, genauso viele nutzen regelmäßig Youtube. Ein Viertel gab an, Onlinevideotheken wie Amazon Prime Video, Netflix oder Maxdome zu nutzen.
 

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