Sie sind hier:

Teurer Ortswechsel Internetanbieter verlangen bei Umzug bis zu 70 Euro

München,

Wer umzieht, muss seinen DSL-Vertrag in der Regel mitnehmen. Internetanbieter verlangen dafür bis zu 70 Euro, wie eine Untersuchung von CHECK24 ergeben hat. Nur wenn der Vertrag am neuen Anschlussort nicht unverändert erfüllt werden kann, haben Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht.

offener Umzugskarton Wer seinen DSL-Anschluss beim Umzug mitnimmt, zahlt dafür bis zu 70 Euro.
Für den Umzug des Telefon- und Internetanschlusses verlangen die DSL- und Kabelanbieter bis zu 70 Euro, bei keinem der untersuchten Unternehmen ist der Umzug gratis. In manchen Fällen bieten die Provider ihren Kunden allerdings die Streichung der Umzugspauschale an, wenn diese dafür einen Laufzeitneustart des Vertrages in Kauf nehmen – in diesem Fall sollten Verbraucher genau nachrechnen, ob sich das rechnet. Trotz Umzugspauschale könnte nämlich ein Wechsel nach Ende der Mindestvertragslaufzeit günstiger sein.

Der Internetvertrag muss erfüllt werden, auch wenn Verbraucher umziehen. So ist es gesetzlich geregelt. Selbst wenn am neuen Anschlussort bereits ein Internetanbieter vorhanden ist, etwa wenn jemand zu seinem Partner zieht – ohne Kulanz des Anbieters muss weitergezahlt werden bis der Vertrag fristgemäß gekündigt werden kann.

Hier greift das Sonderkündigungsrecht

Ein Sonderkündigungsrecht besteht laut Gesetz nur, wenn der laufende Vertrag am neuen Anschlussort nicht erfüllt werden kann – etwa wenn der Anbieter die gebuchte Surf-Geschwindigkeit nicht realisieren kann oder er dort gar nicht erst verfügbar ist.

In diesem Fall können Verbraucher ihren Internetvertrag mit einer Frist von drei Monaten kündigen.
Eine weitere Möglichkeit aus dem Vertrag zu kommen, ist die Umschreibung des Vertrages auf den Nachmieter. Diesen Service bieten sieben der neun untersuchten Anbieter ihren Kunden, drei davon verlangen auch hierfür eine Gebühr (bis zu 70 Euro).

Rechtzeitig handeln

Angesichts der langen Frist für die Sonderkündigung, aber auch der Meldefristen der Anbieter für den DSL-Umzug (ebenfalls bis zu drei Monate), sollten Verbraucher sich daher schon frühestmöglich mit dem Umzug des Internetanschlusses auseinandersetzen. Geprüft werden sollte bereits vor dem Kontakt mit dem Anbieter, ob der Tarif auch am neuen Wohnort verfügbar ist – dabei hilft zum Beispiel die DSL-Verfügbarkeitsprüfung eines Vergleichsportals.
 

Weitere Nachrichten über DSL