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Gespräche mit der Bundesnetzagentur G.fast soll Vorfahrt erhalten

München,

Die Stadtnetzbetreiber M-net und NetCcologne wollen verhindern, dass ihre G.fast-Anschlüsse durch Vectoring-Einsatz der Telekom gestört werden. Hierzu laufen bereits Gespräche mit der Bundesnetzagentur. Beim gleichzeitigen Einsatz von Vectoring und G.fast über die Hausinfrastruktur können Störungen auftreten, die die Bandbreite schmälern.

M-net will weiter in sein Glasfasernetz in München und Umgebung investieren. (Bild: M-net) Große Teile von München hat M-net per FTTB ans Glasfasernetz angeschlossen. (Bild: M-net)
Sowohl Netcologne als auch M-net wollen in ihren Anschlussgebieten in den kommenden Monaten die G.fast-Technik aktivieren, um Kunden im Verbreitungsgebiet schnelleres Internet bieten zu können. Die Bundesnetzagentur muss nun entscheiden, ob die schnellere Technologie Vorfahrt vor der Vectoring-Technik erhält. Letztere wird etwa von der Telekom eingesetzt.

Aktuell wird in den meisten FTTB-Haushalten (Glasfaserkabel geht hier bis in den Keller) von M-net und NetCologne ebenfalls noch die Vectoring-Technik genutzt – dies verursacht keine Konflikte mit den parallel laufenden Telekom-Signalen. Mit Einführung des schnelleren G.fast-Standards würde es allerdings zu Problemen kommen.

Für den Geschäftsführer des Galsfaserverbands BUGLAS, Wolfgang Heer, ist die Sache klar: „Hier muss ganz klar die Anschlusstechnologie, die die einzig zukunftsfähige und nachhaltige Glasfaser näher zum Endkunden bringt, Vorrang haben.“

Für die Bundesnetzagentur dürfte sich die Entscheidung allerdings etwas schwieriger gestalten, denn in Wohngebäuden, in denen G.fast eingesetzt werden soll, würde der Betreiber des Vectoring-Netzes ausgeschlossen werden. Eine mögliche Lösung wäre etwa, den FTTB-Zugang für den Vectoring-Betreiber zu öffnen.
 

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