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Green Cloud-Computing Forschungsprojekt sieht klaren Vorzug von Glasfasern zu anderen Breitband-Technologien

München,

Wie sieht die energieeffiziente digitale Infrastruktur von morgen aus? Dieser Frage ging das Forschungsprojekt „Green Cloud-Computing“ in einer Studie nach. Die Ergebnisse sind eindeutig: Laut den Forschern ist Glasfaser allen anderen Breitband-Technologien überlegen. Als größter Energie-Sünder stellt sich ein alter Mobilfunk-Standard heraus.

Smart City Forschungsprojekt sieht klaren Vorzug von Glasfasern zu anderen Breitband-Technologien
„Wir wollen Energieeffizienz und Ressourcenschutz beim Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetzen“: Das Forschungsprojekt „Green Cloud-Computing“ eröffnet seine Ergebnisse rund um Energie- und Ressourceneffizienz digitaler Infrastrukturen mit vier politischen Handlungsempfehlungen. So fordern die Herausgeber, dass die Umweltauswirkungen von digitaler Infrastruktur besser sichtbar und Rechenzentren umweltgerecht geplant, betrieben und entsorgt werden. Außerdem soll die Politik Verbraucher dabei unterstützten, den Daten- und Hardwarekonsum zu reduzieren.

 
Auch Breitband- und Mobilfunk-Netze sind Gegenstand der Untersuchung gewesen. Neben nationalem Roaming und dem Ausbau von 5G beim mobilen Internet spricht sich das Forschungsprojekt für Glasfaser als grüne Alternative beim Festnetz-Internet aus. „Beim Breitbandausbau ist dem Ausbau von energieeffizienten Glasfasernetzen bis zum Endverbraucher klar der Vorzug gegenüber anderen Übertragungstechnologien zu geben“. So loben die Herausgeber die Energieeffizienz der Technik und nennen ihren Einsatz auf der sogenannten letzten Meile „notwendig, zukunftsfähig und umweltverträglicher.“
 

Von großer Bedeutung für die Klimaziele

 
Besonders im Vergleich zu VDSL über das Kupferkabel zeigt sich der Vorteil von Glasfaser. So ist der Energieverbrauch der modernen Technologie wesentlich geringer als der Energieverbrauch der alten Leitung. VDSL verbraucht laut Green Cloud-Computing 5-mal mehr Energie als ein Glasfaseranschluss. Es sei erwähnt, dass Kabel-Internet keine Rolle in den veröffentlichten Ergebnissen spielte. Das Forschungsprojekt fordert, dass Glasfaser beim Anschluss von Gebäuden genutzt wird, sogenanntes FTTH. Unterstützung bekommt Green Cloud-Computing vom Branchenverband Glasfaseranschluss e. V. Der Glasfaserausbau ist für „die Erreichung der Klimaziele von großer Bedeutung“, so der Verband in einer Stellungnahme gegenüber Golem.
 

Effizienzsünder Mobilfunk

 
Als großer Energiesünder stellte sich bei den Ergebnissen des Forschungsprojekts übrigens der alte Mobilfunkstandard UMTS (3G) heraus. So berechneten die Herausgeber, dass eine Stunde Videostreaming mit UMTS-Verbindung über 90 Gramm CO2-Äquivalent produziert. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen Vergleichswert, der die unterschiedlichen Treibhausgase umrechnet. Zum Vergleich: Bei Glasfaser sind es nur 2 Gramm pro Stunde. Modernes 5G kann hingegen eine Treibhausgasemission von rund 5 Gramm vorweisen.

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