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Fiberweek 2020 2021 wird es eine Glasfaserexplosion geben

München,

Im kommenden Jahr soll der Breitbandausbau rasant voranschreiten. Das sagte der Präsident des Bundesverbandes Breitbandkommunikation auf der Fiberweek 2020. Dies sind die weiteren Zukunftsprognosen der Veranstaltung.

Kabelverzweiger am Straßenrand Fiberweek 2020: Deutschland könnte eine 'Glasfaserexplosion' bevorstehen.

Auf der diesjährigen virtuellen Fiberweek 2020 des Branchenverbandes Breitbandkommunikation (Breko) zeigten die Teilnehmer sich optimistisch: 2021 wird der Breitband-Ausbau rasant vorangehen, eine extreme Ballung der Projekte sei zu erwarten. Norbert Westfal, Präsident des Breko, nannte es sogar eine „Glasfaserexplosion“ wie heise online berichtet. Grund dafür ist, dass Mitte des kommenden Jahres viele Bauvorhaben starten werden. Damit sollen nun auch endlich Projekte vor der Realisierung stehen, die in den vergangenen dreieinhalb Jahren durch das Förderprogramm der Bundesregierung unterstützt wurden.
 
Zum bisherigen Breitband-Ausbau zieht die Fiberweek 2020 eine positive Bilanz: So seien bisher 1.900 Infrastrukturprojekte für über 2,5 Millionen Anschlüsse sowie mehr als 30.000 Schulen und weitere Institutionen bewilligt worden. Jedoch ist der Ausbau noch lange nicht am Ende angekommen. Das Ziel der Bundesregierung, bis 2019 Internetanschlüsse flächendeckend mit bis zu 50 MBit/s zu versorgen, sei in einigen Bundesländern immer noch nicht erreicht. Dies sei unter anderem in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern der Fall. Auch bei den Zielen rund ums Gigabit gibt es noch Nachholbedarf. Die angestrebte Versorgungsrate von 50 Prozent der Haushalte deutschlandweit werde nur von einem Bruchteil der Bundesländer erreicht.
 

Netze für die nächsten hundert Jahre 


Ein Problem beim Ausbau des Breitband-Internets sei die fehlende Weitsicht. Wenn ein Auftrag erteilt wird, dann sei eine schnelle Durchführung der Tiefbauarbeiten um jeden Preis nicht zielführend, erklärt Udo Klenk, Geschäftsführer des Bauunternehmens Klenk & Sohn. Alfred Rauscher von der Telekommunikationsgesellschaft R-Kom aus Regensburg ergänzt: „Breitbandausbau ist ein Marathonlauf“. Man baue Netze, die für die nächsten hundert Jahre betriebsfähig sein müssen. Dementsprechend seien Stabilität, Durchhaltevermögen und Nachhaltigkeit wichtige Faktoren. Bisher fehle es jedoch vor allem an geschultem Personal, das sich um den Ausbau, aber auch die Wartung und Netzbetreuung kümmert. Es wartet in Zukunft also noch viel Arbeit auf den Breitbandausbau in Deutschland, so der Tenor der Fiberweek 2020.

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