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Entgeltvorschlag der Bundesnetzagentur Konkurrenz soll für Vectoring über 19 Euro an die Telekom zahlen

München,

Die EU soll den Entgeltvorschlag für den Vectoring-Zugang im Netz der Telekom prüfen und eine Stellungnahme abgeben. Diesen hat die Bundesnetzagentur bei der Europäischen Kommission eingereicht, wie die Behörde am Freitag online mitteilte. Demnach sollen Mitbewerber bis zu 19,10 Euro pro Anschluss an die Telekom bezahlen.

Die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn. (Bild: Bundesnetzagentur) Die Bundesnetzagentur hat sich auf eine Miete für Layer 2-Bitrosmzugänge der Telekom festgelegt. (Bild: BNetzA)
Dieser Betrag soll pro Monat fällig werden, wenn Telekom-Mitbewerber über die Vectoring-Leitung der Telekom einen Anschluss mit einer Downloadrate von 100 MBit/s schalten. Für langsamere VDSL-Anschlüsse mit 16,25 oder 50 MBit/s sollen Konkurrenten jeweils 18,56 Euro überweisen. Bei Abnahme eines Mindestkontingents soll sich der Preis laut Plan für den Zugang mit bis zu 50 MBit/s auf 16,55 Euro reduzieren.

Anders als der TAL-Zugang, also die „letzte Meile“ zum Kunden, umfasst der sogenannte Layer 2-Bitstromzugang der Telekom auch die Nutzung der davor verbauten Infrastruktur. Die Kompensationsfragen bei nachträglicher Zugangsverweigerung, die technisch bedingt beim Vectoring-Ausbau notwendig wird, will die Bundesnetzagentur in separat laufenden Regulierungsverfahren zügig klären.

Die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedsstaaten haben nun einen Monat Zeit, den Vorschlag der Bundesnetzagentur zu prüfen und eine Stellungnahme dazu abzugeben. Gibt es keine ernsthaften Bedenken, kann der Vorschlag im Anschluss an diese Frist umgesetzt werden.
 

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