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Findiger Forscher DSL-Erfinder will ein TBit/s über alte Kupferkabel realisieren

München,

Der DSL-Vater John Cioffi will eine Methode gefunden haben, mit der über die alten Telefondrähte aus Kupfer Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu einem Terabit pro Sekunde (eine Million MBit/s!) übertragen werden sollen. Das berichtet Golem von der Technikmesse G.fast Summit 2017 in Paris.

Tachomoter für Internet-Geschwindigkeit auf maximum. Mit seiner Idee könnte der DSL-Erfinder die Surfgeschwindigkeit ordentlich steigern.
In seiner Rede im Rahmen der Veranstaltung stellte Cioffi demnach sein Konzept für TDSL vor – das „T“ steht in diesem Fall keinesfalls für „Telekom“, sondern vielmehr für „Terabit“. Das Konzept, das Cioffi zusammen mit einem Kollegen beim Unternehmen ASSIA entworfen hat, soll es ermöglichen, auf einer Kabellänge von bis zu 100 Metern besagtes Terabit zu erreichen, über 300 Meter sollen noch 100 GBit/s und über 500 Meter immerhin noch zehn GBit/s möglich sein.

Die Idee hinter TDSL ist die Nutzung von winzigen Luftlücken, wie Golem im Artikel erläutert. Diese werden quasi zur Übertragung eines drahtlosen Signals genutzt. Die Drähte dienen demnach also als Hohlleiter.

Die Technologie wird dem Bericht zufolge von Experten als durchaus machbar beurteilt. Allerdings wird für die Umsetzung des Signals in sehr hohen Frequenzen ein Analog-Digital-Wandler mit 200 GHz benötigt – diesen gibt es noch nicht. Zur Signalverarbeitung wird außerdem viel Rechenleistung benötigt.
 

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