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BMVI Studie Schnelles Internet nimmt zu - Breitband-Verfügbarkeit auf dem Land aber ein Problem

München,

Schnelles Internet via DSL, Kabel oder Glasfaser ist in deutschen Städten fast flächendeckend verfügbar. Dafür leiden ländliche Gebiete jedoch immer noch unter langsamen Geschwindigkeiten und haben wenig Aussicht auf Besserung. Die aktuellen Ergebnisse einer neuen BMVI-Studie im Überblick.

Ein Techniker verlegt Glasfaserkabel für einen schnellen Breitband-Internetanschluss BMVI Studie: Breitbandverfügbarkeit in Deutschland 2019

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat eine neue Studie (PDF) veröffentlicht. Sie hört auf den Namen „Aktuelle Breitbandverfügbarkeit in Deutschland“ und stellt den Stand von Mitte 2019 dar. In der Studie der atene KOM GmbH wurde die Breitbandverfügbarkeit in Deutschland bei Privathaushalten und Gewerbestandorten sowie über alle Anschluss-Technologien hinaus analysiert. Das bedeutet, dass neben klassischen DSL- und Kabel-Netzen auch Glasfaser und Mobilfunk Teil der Auswertung sind.
 
Die Ergebnisse lesen sich auf den ersten Blick positiv: Mit einer Verfügbarkeit von 94,6 Prozent ist eine Geschwindigkeit von 16 MBit/s fast in ganz Deutschland flächendeckend verfügbar. Auch 30 MBit/s (92,3 Prozent) und 50 MBit/s (90,2 Prozent) sind verhältnismäßig weit verbreitet. Ab dreistelligen Geschwindigkeiten gibt es jedoch einen merklichen Einbruch bei der Verfügbarkeit. VDSL-Breitband von 100 MBit/s und 200 MBit/s kommt auf 81,8 und 73,4 Prozent. Kabelinternet mit 400 MBit/s ist noch bei 64 Prozent der Anschlüsse in Deutschland verfügbar. Ein Gigabit pro Sekunde gibt es hingegen nur bei 34,1 Prozent.
 

Breitband-Verfügbarkeit: Stadt-Land-Gefälle ist massiv

 
Auch bei der Entwicklung gibt es Positives zu vermelden. So stieg beispielsweise die Verfügbarkeit von 50 MBit/s in den letzten vier Jahren um etwas weniger als 30 Prozent an. Die Breitband-Verfügbarkeitsstudie des BMVI zeigt aber auch: Eh schon unterversorgte, ländliche Gebiete haben wenig Grund zur Freude. In Bereichen mit weniger Haushalten hinkt die Verfügbarkeit bei über 16 MBit/s teilweise schon massiv hinterher. Während Städte beispielsweise bei einer Geschwindigkeit von 100 MBit/s auf ordentliche 92,7 Prozent kommen, sinkt die Zahl im sogenannten „halbstädtischen“ Raum auf 73,7 Prozent.
 
Noch drastischer sieht es derweil in „ländlichen“ Gegenden aus. Hier beträgt die Verfügbarkeit von 100 MBit/s nur noch 49,6 Prozent. Bei höheren Geschwindigkeiten wie 200 MBit/s und 400 MBit/s ist die Diskrepanz zwischen Land und Stadt noch einmal größer. So liegt die Verfügbarkeit bei ersterer Geschwindigkeit in der Stadt um 59 Prozentpunkte höher als auf dem Land (88,6 Prozent vs. 30 Prozent). Beim Kabelinternet mit 400 MBit/s ist es sogar eine Differenz von circa 65 Prozentpunkten (82,9 Prozent versus 17,6 Prozent).

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