Sie sind hier:

Breitband-Studie Bedarf an schnellen Uploadraten wird steigen

München,

Bei der Nachfrage nach schnellen Internetanschlüssen werden in Zukunft hohe Uploadraten ähnlich stark in den Fokus rücken wie hohe Downloadgeschwindigkeiten. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Bundesverbandes Breitbandkommunikation e.V. (Breko) hervor. So prognostiziert der Verband, dass im Jahr 2025 bei Breitbandanschlüssen Geschwindigkeiten von 700 MBit/s im Upload und 1 GB/s im Download nachgefragt werden.

Daten in die Cloud zu laden, benötigt eine gute Upload-Rate Auch beim Upload müssen Internetanschlüsse in Zukunft mehr leisten können.

Im Jahr 2017 lagen die prognostizierten Werte, die aus der damaligen Breitbandstudie des Breko hervorgegangen sind, für 2025 noch bei 350 MBit/s im Upload und 600 MBit/s im Download. Für seine Breitbandstudie werden alle Netzbetreiber, die Mitglied des Breko sind, befragt und ihre Antworten ausgewertet. Der Breko definiert sich als Repräsentant des Großteils der deutschen Festnetzwettbewerber der Telekom.

Außerdem kommt der Breko in der vorliegenden Studie zu dem Ergebnis, dass das Datenvolumen über Festnetzanschlüsse pro Anschluss und Monat auf durchschnittlich 291 Gigabyte (GB) im Jahr 2020 und 825 GB im Jahr 2025 steigt. Aktuell liegt dieser Wert bei 80 GB und ist seit 2012 von 21 GB über 47 GB im Jahr 2015 stetig gewachsen. Insgesamt hat sich das über Festnetz übertragene Datenvolumen von 28 Milliarden GB im Jahr 2016 auf 33 Milliarden GB im vergangenen Jahr erhöht, teilte der Breko darüber hinaus mit.

Kritik an Vectoring-Entscheidung der Bundesnetzagentur

Zudem geht aus der Untersuchung hervor, dass zwei Drittel der Investitionen in den vergangenen drei Jahren nicht zum damaligen Breitbandziel der Bundesregierung (flächendeckend 50 MBit/s bis 2018) beigetragen haben, sondern zu sogenanntem Überbau durch Vectoring geführt hätte. Die Verfügbarkeit von 50-MBit/s-Anschlüssen habe sich zwischen 2014 und 2017 lediglich um ungefähr 6,3 Millionen Haushalte erhöht. Als Ursache dafür wird die Vectoring-Entscheidung der Bundesnetzagentur von 2016 angeführt.

„Die BREKO Breitbandstudie 2018 zeigt: Die Ausrichtung der neuen Bundesregierung auf zukunftssichere Glasfaser ist konsequent – nur so bekommt unser Land die beste digitale Infrastruktur und damit die Grundlage für Wachstum und Wohlstand.“, resümiert Breko-Präsident Norbert Westfal. Politik und Regulierer müssten den Fokus insbesondere auf die bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Bundesförderprogramms, die Reform des DigiNetz-Gesetzes zur Verhinderung schädlichen Über-/Doppelausbaus und den Wettbewerb im künftigen 5G-Mobilfunk legen, um so weitere Investitionsmittel für den Glasfaserausbau zu erwirtschaften.

Weitere Nachrichten über DSL