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Breitbandmarkt Deutschland surft schneller im Netz

München,

Mehr Haushalte haben 2016 einen Breitbandanschluss, die durchschnittliche Surfgeschwindigkeit steigt. Das geht aus dem Jahresbericht 2016 der Bundesnetzagentur (BNetzA) hervor. Demnach stieg etwa die Zahl der Anschlüsse mit 100 MBit/s oder mehr von 2,3 auf 3,6 Millionen.

Die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn. (Bild: Bundesnetzagentur) Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht 2016 veröffentlicht. (Bild: BNetzA)
Gestiegen ist auch die Zahl der Breitbandanschlüsse mit einer Surfgeschwindigkeit zwischen 30 und 100 MBit/s: Hier ist ein Anstieg um 1,7 Millionen auf nunmehr acht Millionen zu beobachten. Einen leichten Zuwachs gab es auch im Bereich zehn bis 30 MBit/s. Weniger Anschlüsse sind hingegen in den Bereichen unter zehn MBit/s zu verzeichnen – die Bundesnetzagentur zählte hier rund zwei Millionen Haushalte weniger als noch 2015.

Auch zur Verteilung der Anschlusstechnologie lieferte die Bundesnetzagentur Zahlen. Demnach sind von den rund 32 Millionen Breitbandanschlüssen in Deutschland 24 Millionen DSL-Anschlüsse, also über die Telefonleitung realisiert. Mitgezählt werden hier auch die Vectoring-Leitungen, mit denen aktuell bis zu 100 MBit/s Surfgeschwindigkeit möglich sind.

Bei den verbleibenden acht Millionen Breitbandanschlüsse handelt es sich um alternative Technologien, also Kabelnetz, Glasfaser bis ins Haus oder in die Wohnung und Internet über Satellit. Der Löwenanteil von 7,2 Millionen entfällt hier auf HFC, das steht für Hybrid Fiber Coax, also das hybride Kabel-Glasfasernetz der Kabelnetzbetreiber. 2011 verzeichnete die BNetzA noch 4,3 Millionen Anschlüsse – die Zahl hat sich also mehr als verdoppelt.

Über Breitband in Festnetzen wurden 2016 der BNetzA-Prognose zufolge 22,5 Milliarden Gigabyte Daten übertragen, das entspricht einem durchschnittlichen Datenumsatz von 60 Gigabyte pro Monat pro Nutzer – auch hier eine kräftige Steigerung: 2013 lag dieser Wert von bei 29 Gigabyte.
 

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