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Analogabschaltung steht kurz bevor Unitymedia schaltet analoges Fernsehen komplett ab

München,

Am 20. September schaltet Unitymedia in der ersten Stadt das analoge TV-Signal ab. Künftig können Kunden im hessischen Hanau im Kabelnetz des Anbieters nur noch digital fernsehen, wie das Unternehmen am Montag auf seiner Webseite mitteilt. Unitymedia will sein Netz digitalisieren und analoge TV-Programme 2017 im gesamten Verbreitungsgebiet aus dem Netz schmeißen. Die Maßnahme schafft neue Kapazitäten für schnelleres Internet und weitere hochauflösende Programme.

Der Hauptsitz des Kabelnetzbetreibers Unitymedia in Köln. (Bild: Unitymedia) Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia will 2017 das analoge TV-Signal im Netz abschalten. (Bild: Unitymedia)
Der Mitteilung zufolge schauten im Juni 2016 88,4 Prozent der TV-Kunden von Unitymedia digital Fernsehen, nur jeder Zehnte empfängt sein TV-Programm also noch analog. Die meisten digitalen Zuschauer im Verbreitungsgebiet des Kabelnetzbetreibers hat dabei Hessen – hier liegt der Anteil derer, die ihr TV-Programm digital empfangen, bei über 90 Prozent.

Hanau wird am 20. September die erste Stadt sein, in der Unitymedia das Analogfernsehen abschaltet. Haushalte mit analogen TV-Empfang können diesen also dann nicht mehr nutzen.

Die Analogabschaltung im Kabelnetz ist auch bei anderen Anbietern im Gespräch, jedoch haben es Vodafone Kabel Deutschland und die Tele Columbus Gruppe nicht sehr eilig. Mit der Abschaltung schaufeln die Netzbetreiber Kapazitäten frei, die etwa für die Einführung des neuen Übertragungsstandards DOCSIS 3.1 benötigt werden könnten. Damit lassen sich deutlich schnellere Surfgeschwindigkeiten über das Koaxialkabel der TV-Kabelnetze realisieren. Auch Platz für mehr HD-Sender und die Einführung von Ultra-HD wird mit der Analogabschaltung geschaffen.

Das analoge Antennenfernsehen sowie die analogen TV-Programme über den Satelliten Astra 19,2 Ost wurden bereits vor einigen Jahren abgeschaltet.
 

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