Sie sind hier:

Glasfaser Ratgeber

Glasfaser - mit Highspeed in die Zukunft

Bandbreiten von bis zu 1 GBit/s möglich

Dem steigenden Durst nach Bandbreite und Datenvolumen können alte Kupferleitungen bald nicht mehr Stand halten. Die Lösung heißt deshalb: Internet über Glasfaser – am besten bis ins eigene Haus. Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema.

Glasfaser

Der durchschnittliche Datenverbrauch pro Breitbandanschluss in Deutschland steigt seit Jahren: Sind es 2010 noch 79 Gigabyte pro Monat gewesen, waren es 2018 bereits satte 90 Gigabyte. Diesem Andrang können Kupferleitungen, wie sie beispielsweise für DSL verwendet werden, bald nicht mehr Stand halten. Die Lösung heißt deshalb: Internet über Glasfaser – am besten bis ins eigene Haus.

Aber was ist eigentlich Glasfaser? Ein Glasfaserkabel überträgt Daten mit Hilfe von Lichtwellen und wird deshalb auch Lichtwellenleiter genannt. Dank Glasfasernetze können Daten über große Entfernungen fast störungsfrei übermittelt sowie deutlich höhere Geschwindigkeiten im Gegensatz zu DSL oder Internet via TV-Kabel realisiert werden. Mit Glasfaser sind Internetanschlüsse auch für datenintensive Anforderungen der Zukunft wie etwa Smart Home oder 4K-Streaming bestens vorbereitet. Festnetztelefonie und Fernsehen ist über Glasfaser natürlich auch möglich.

Vorteile von Glasfaser

Glasfaser ermöglicht Geschwindigkeiten von 1 GBit/s und mehr.
Glasfasernetze weisen auch bei großen Entfernungen geringe Signalverluste auf.
Glasfaser ist extrem leistungsfähig und wird auch mit künftigen Entwicklungen Schritt halten können.

Verfügbarkeit von Glasfaser in Deutschland

CHECK24 TIPP

Bei einem Wechsel zahlen Sie nicht doppelt - denn Internetanbieter wie die Deutsche Glasfaser oder Vodafone Kabel Deutschland gewähren bis zu 12 Freimonate, solange Sie an Ihren aktuellen Vertrag gebunden sind!

Die Glasfaser Verfügbarkeit in Deutschland steigt derzeit rapide an. Allerdings ist sie aktuell aber auch noch sehr niedrig. Bis 2025 soll sich das aber geändert haben: Denn die Bundesregierung hat erklärt, bis 2025 flächendeckend eine gigabitfähige Infrastruktur aufzubauen. Dieses Ziel soll in erster Linie durch den Auf- und Ausbau von Glasfasernetzen realisiert werden.

Einige Internetanbieter bieten bereits Internetanschlüsse über Glasfaser an. Dazu zählen in erster Linie regionale oder kleine Anbieter wie M-net in München und weiten Teilen Bayerns, NetCologne in Nordrhein-Westfalen oder Deutsche Glasfaser, die bundesweit echte Glasfaseranschlüsse bis ins Haus anbieten. Auch Anbieter wie Inexio oder EWE, die in mehreren Bundesländern vertreten sind, überzeugen mit einem großen Glasfaser Angebot. Andere bundesweit verfügbare und bekannte Anbieter wie Vodafone oder die Deutsche Telekom setzen zwar in ihren Kernnetzen ebenfalls auf Glasfaserleitungen, bieten aber noch wenige echte Glasfaseranschlüsse bis ins Haus an.

Breitband im Vergleich: DSL, Kabel und Glasfaser

Aktuell ist DSL die in Deutschland bekannteste und am weitesten verbreitete Technologie für einen Internetanschluss zu Hause, gefolgt von Kabel und schließlich Glasfaser. Wer Preise vergleicht, wird schnell den ersten Unterschied feststellen: Die Preise für Internet via Kabel sind häufig deutlich günstiger als die Preise für DSL Tarife. Glasfaser Tarife gehören aktuell noch zu den teuersten. Zudem können Kabelanbieter deutlich höhere Bandbreiten anbieten als ihre Konkurrenten. Während bei Internet über Kabel bis zu 1.000 MBit/s möglich sind, können über DSL trotz technologischer Weiterentwicklungen wie Vectoring oder Super-Vectoring maximal 250 MBit/s angeboten werden. Glasfaser hingegen übertrumpft alle: Eine Bandbreite von 1.000 MBit/s ist überhaupt kein Problem, mehr ist ebenfalls möglich.

Am Beispiel eines 8 GB großen Films in HD-Qualität zeigt sich, wie spürbar die Unterschiede bei den verschiedenen Bandbreiten auch für Sie als Nutzer sind. Die durchschnittliche Geschwindigkeit eines DSL Anschlusses in Deutschland liegt bei ungefähr 25 MBit/s, bei Kabelkunden bei knapp 100 MBit/s. Somit würde ein 8 GB großer Film in HD in 42 beziehungsweise 10 Minuten heruntergeladen sein. Wenn Sie bereits einen Gigabitanschluss über Glasfaser nutzen können, steht der Film hingegen in nur einer Minute bereit.

Varianten von Glasfaseranschlüssen

Bei Glasfaser wird zwischen vier verschiedenen Anschlussvarianten unterschieden: FTTH, FTTB, FTTC und FTTN. FTTH und FTTB sind dabei für Verbraucher die besten, denn die Glasfaserleitungen reichen dann entweder bis in die Wohung beziehungsweise bis zur Anschlussdose (FTTH) oder zumindest bis in den Keller des Hauses (FTTB).

FTTH - Fibre To The Home

Bei FTTH führt die Glasfaserleitung bis in die Wohnung und endet erst an der Telefonbuchse des Verbrauchers. Durch FTTH können alle Personen in einem Haushalt gleichzeitig mit Highspeed surfen - denn FTTH bietet heute bereits Bandbreiten von mehr als 1 GBit/s.

FTTH - Fibre to the home

FTTB - Fibre To The Building

Bei dieser Anschlussvariante werden die Glasfaser bis in den Keller eines Gebäudes verlegt. Im Haus werden dann weiterhin die vorhandenen Kupferkabel zur Datenübertragung genutzt. Mit FTTB können Sie mit bis zu 100 MBit/s surfen.

FTTB- Fibre to the building

FTTC - Fibre To The Curb

Bei FTTC wird das Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger – den grauen Kästen am Straßenrand – verlegt. Von dort aus kommt wiederum das herkömmliche Kupferkabel bis zum Telefonanschluss beim Kunden zu Hause zum Einsatz.

FTTC - Fibre to the curb

FTTN - Fibre To The Node

Hier werden die Glasfaserkabel lediglich bis zur Vermittlungsstelle des Anbieters verlegt. Vom Hauptverteiler über den Kabelverzweiger bis zum Hausübergabepunkt beim Kunden wird die vorhandene Infrastruktur benutzt.

FTTN - Fibre To The Node

Glasfaser Router

Um im Internet surfen zu können, benötigen Sie als FTTH-Kunde auf jeden Fall einen geeigneten Router für Glasfaser sowie ein entsprechendes Modem. Der Router wird dann direkt hinter das Glasfasermodem angeschlossen, das wiederum an die Telefonbuchse angeschlossen ist. Achten Sie darauf, dass die Übertragungsgeschwindigkeit des Routers mindestens der gebuchten Leistung entspricht, sonst surfen Sie langsamer als Ihr Anschluss es tatsächlich erlaubt.

Bei reinen Glasfaseranschlüssen (FTTH) können Sie alternativ auch einen Glasfaser Router mit integriertem Modem nutzen. Es werden bislang allerdings nur wenige Modelle dieser Art angeboten. Für einen Internetanschluss über FTTB und FTTC reichen herkömmliche VDSL-Router.

Anbieter für Glasfaser Internet haben stets die passenden Glasfaser Router zu ihren Tarifen im Portfolio. So haben Sie bei Deutsche Glasfaser beispielsweise bei jedem Tarif für Glasfaser Internet die Wahl zwischen drei möglichen Glasfaser Routern. M-net hingegen bietet seinen Glasfaser Kunden mit den Tarifen die entsprechenden Fritzbox-Modelle für einen Glasfaser Anschluss an. Bei beiden Anbietern können Sie je nach Tarif einen Glasfaser Router für die Dauer der Vertragslaufzeit kostenfrei oder zu einem geringen monatlichen Preis mieten.

Glasfaser: Häufig gestellte Fragen

Immer wieder ergeben sich zum Thema Internet via Glasfaser Unklarheiten. In diesem Abschnitt finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die neue Anschlussart. Unter anderem erklären wir Ihnen den Unterschied zwischen Glasfaser und Breitband und informieren über die Kosten eines Glasfaseranschlusses. Außerdem zeigen wir Ihnen, wo Sie nachschauen können, wie es um den Glasfaserausbau in Ihrem Ort bestellt ist.

Breitband-Anschlüsse: Glasfaser, Kupferkabel, TV-Kabelanschluss

Mit Breitband sind alle Anschlussarten von schnellem Internet gemeint. Dazu zählt neben DSL und Internet über Kabel auch Glasfaser. Beide Begriffe werden in der aktuellen Debatte um schnelles Internet in Deutschland immer häufiger synonym verwendet. Wenn vom Breitbandausbau in der Bundesrepublik die Rede ist, meint dies oftmals den Ausbau des Glasfasernetzes. Dies unterstützt auch die Bundesregierung, die den Fokus auf den privatwirtschaftlichen Glasfaserausbau legt. „Die übergreifende Zielsetzung ist die flächendeckende Verfügbarkeit von gigabitfähiger Infrastruktur“, erklärt das verantwortliche Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Wenn Sie herausfinden möchten, ob bei Ihnen Glasfaser-Internet zur Verfügung steht, hilft Ihnen CHECK24 gerne dabei. Auf unserer Seite zum Thema Top-Speed können Sie ganz einfach die schnellste Geschwindigkeit an Ihrer Adresse überprüfen. Neben großen Telekommunikationsunternehmen wie der Telekom und Vodafone Deutschland führen wir auch lokale Netzbetreiber wie M-Net in München, NetCologne in Köln / Bonn und Deutsche Glasfaser.

Eine betreiberübergreifende und staatliche Quelle für den Breitbandausbau ist der Breitbandatlas des BMVI. Auf der Seite des Ministeriums lässt sich die Verfügbarkeit nach Anschlusstechnik und nach Geschwindigkeit anzeigen. Der Breitbandatlas ist netzübergreifend und damit ebenfalls eine gute Quelle, um herauszufinden, wo es aktuell schon Glasfaser gibt. Wenn Sie wissen wollen, wo bald die moderne Breitbandtechnik verlegt wird, lohnt sich ein Blick auf Glasfaserausbau-Webseiten der einzelnen Anbieter.

Die Kosten für einen Glasfaseranschluss variieren je nach Anbieter, Wohnsituation und vor allem Bandbreite. Wenn es in Ihrem Zuhause schon einen Zugang zum schnellen Netz gibt, dann können Sie direkt einen Glasfaser Tarif bei ausgewählten Anbietern buchen. Die monatlichen Kosten belaufen sich dabei je nach Geschwindigkeit auf eine Preisspanne von 20 Euro bis rund 100 Euro für Gigabit-Tarife.

Sollten Sie mit dem Gedanken spielen ein Eigenheim zu bauen und es mit Glasfaser auszustatten, kommen noch zusätzliche einmalige Kosten hinzu. So nennt die Telekom eine mögliche Preisspanne zwischen 1.500 und mehr als 15.000 Euro pro Anschluss – je nach Aufwand. Andere Glasfaseranbieter wie NetCologne und M-Net geben nur individuelle Preisauskünfte. Grundsätzlich ist der eigene Glasfaseranschluss für Sie nur sinnvoll, wenn Ihre nähere Umgebung schon mit der Breitband-Technik ausgestattet ist.

Schnelles Internet via Glasfaser bietet mehrere Vorteile. So können Sie unter anderem mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 MBit/s surfen und sich auf eine sehr gute Übertragungsrate verlassen. Daher lohnt sich ein Anschluss vor allem für alle Personen, die beruflich mit großen Datenmengen arbeiten oder aus professionellen Gründen einen stabilen Breitbandanschluss brauchen. Beides macht die moderne Technik sehr viel besser als ein herkömmlicher DSL- oder Kabelanschluss. Darüber hinaus ist die hohe Uploadrate von Glasfaser vor allem für Nutzer interessant, die nicht nur viel aus dem Internet herunter-, sondern auch hochladen.

Wer als Privatperson Glasfaser nutzen möchte, profitiert vor allem von der hohen maximalen Downloadrate. Wer auch in Zukunft das schnellste Netz haben will, kommt um den modernen Breitbandanschluss nicht herum. Die Bandbreite hat jedoch auch ihren Preis. Wer aktuell einen Gigabit-Tarif via Glasfaser haben möchte, muss dafür auch tiefer in die Tasche greifen. Es kann sich daher auch lohnen, in Zukunft ein Upgrade auf 1.000 MBit/s anzustreben und erst einmal einen günstigeren Glasfaser-Vertrag mit geringerer Bandbreite abzuschließen.