Jemand rutscht auf dem verschneiten Gehweg Ihres Hauses aus, ein Sturm zerstört den Dachstuhl, Ihr Rohbau fängt Feuer – für Immobilienbesitzer kann es schnell teuer werden. Für solche Fälle sollten Sie ausreichend geschützt sein. Aber welche Versicherung ist für Sie und Ihr Wohngebäude die richtige?
Welchen Versicherungsschutz Sie brauchen, hängt von der Art des zu versichernden Wohngebäudes und der Nutzung ab. Ein vermietetes Einfamilienhaus muss beispielsweise vor anderen Gefahren geschützt werden als ein Neubau in der Bauphase.
Um Ihren optimalen Versicherungsschutz zu finden, wählen Sie zunächst einfach die Gebäudeart aus, die Sie versichern möchten. Danach müssen Sie entscheiden, ob es sich um ein selbst genutztes oder vermietetes Gebäude handelt. Schon sehen Sie auf einen Blick alle benötigten Versicherungen!
Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus
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selbst genutzt
Nutzen Sie ein Einfamilienhaus, ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte für den eigenen Gebrauch, sind zwei Versicherungen von Bedeutung. Eine Wohngebäudeversicherung wird auf jeden Fall benötigt, denn diese schützt Sie vor hohen Kosten, wenn Ihr Haus einen Schaden erleidet. Zusätzlich können Sie Ihren Versicherungsschutz mit einer Elementarversicherung ergänzen. Unwetter werden in ganz Deutschland immer häufiger und können immense Schäden an Gebäuden verursachen, die oft mit ziemlich hohen Reparaturkosten verbunden sind.
wird benötigt
empfohlene Bausteine
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vermietet
Vermieten Sie ein Reihenhaus, ein Einfamilienhaus oder eine Doppelhaushälfte, sind drei Versicherungen zum Schutz Ihres Wohngebäudes von Bedeutung. Zunächst sollten Sie auf jeden Fall eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Außerdem benötigen Besitzer von vermieteten Immobilien für einen guten Versicherungsschutz eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung. Zusätzlichen Schutz bietet – als Erweiterung zur Wohngebäudeversicherung – die Elementarversicherung, die beispielsweise bei Unwetterschäden einspringt.
Wird benötigt
empfohlene Bausteine
Mehrfamilienhaus
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selbst genutzt
Sind Sie Besitzer einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus, sollte Ihre Wohnungseigentümergemeinschaft unbedingt eine Wohngebäudeversicherung abschließen. Denn mit der Anzahl an Wohnparteien steigt auch das Risiko an Gebäudeschäden. Die Versicherung wird in diesem Fall über die Eigentümergemeinschaft für das gesamte Haus abgeschlossen. Als Empfehlung für einen Rundum-Schutz ist es sinnvoll, wenn Sie zusätzlich noch eine Elementarversicherung abschließen, die Ihre Immobilie vor Unwetterschäden schützt.
wird benötigt
empfohlene Bausteine
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vermietet
Gehört Ihnen ein Mehrfamilienhaus, das Sie an mehrere Parteien vermieten, reicht eine einfache Wohngebäudeversicherung nicht aus. Neben dieser sollten Sie auch unbedingt eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen, die Sie vor Schadensersatzansprüchen Dritter schützt. Ein Beispiel: Im Winter rutscht eine dritte Person auf dem verschneiten Weg vor Ihrem Mehrfamilienhaus aus und verletzt sich. Die Versicherung schützt Sie vor den Schadensersatzansprüchen.
Zusätzlich können Sie auch noch eine Elementarversicherung abschließen. Diese ist nicht zwingend notwendig, wird jedoch empfohlen. Immerhin können durch Unwetter schnell Schäden am Gebäude entstehen, die Sie als Vermieter beheben müssen, um Mieteinbußen zu vermeiden.
wird benötigt
empfohlene Bausteine
Neubau
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selbst genutzt
Bei Neubauten ist es sehr empfehlenswert eine kostenlose Feuerrohbauversicherung vor Baubeginn abzuschließen, welche automatisch ab Bezugsfertigkeit in eine reguläre Wohngebäudeversicherung übergeht. Sie schützt während der Bauphase vor Kosten, die aufgrund von Schäden durch Explosion, Brand oder Blitzschlag entstehen können. Außerdem sollten Sie während der Bauphase darauf achten, dass Sie eine Wohngebäudeversicherung in Kombination mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung- und einer Bauleistungsversicherung abgeschlossen haben. Die Bauherrenhaftpflicht schützt Sie vor Schadensersatzansprüchen Dritter, während die Bauleistungsversicherung Schäden an Bauleistungen, Baustoffen und Bauteilen absichert.
Sofern Sie als Eigentümer eines Neubaus keine Privathaftpflichtversicherung besitzen, die Sie vor Schadenansprüchen Dritter schützt, sollten Sie nach dem Erstbezug eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen. Neben den notwendigen Versicherungen ist eine Elementarversicherung zu empfehlen.
wird benötigt
- Wohngebäudeversicherung
- Feuerrohbauversicherung
- Bauherrenhaftpflichtversicherung
- Bauleistungsversicherung
- (Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung)
wird empfohlen
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geplante Vermietung
Für einen Neubau, der später vermietet werden soll, sollten Sie folgende Versicherung auf jeden Fall abschließen: eine Feuerrohbauversicherung, die während des Baus unverzichtbar ist. Am besten ergänzen Sie diese mit einer Bauherrenhaftpflichtversicherung sowie einer Bauleistungsversicherung. So sind Sie und Ihr Neubau während der Bauphase optimal geschützt.
Nach Ablauf der Bauphase bzw. ab Bezugsfertigkeit, sollten Sie eine reguläre Wohngebäudeversicherung an die Feuerrohbauversicherung anknüpfen. Entscheiden Sie sich für die kostenlose Feuerrohbauversicherung als Vorläufer der Wohngebäudeverischerung, geht diese automatisch ab Bezugsfertigkeit in eine vollwertige Wohngebäudeversicherung über.
Wir empfehlen, diese mit einer Elementarversicherung zu kombinieren. Außerdem sollte dringend eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Als Immobilienbesitzer können Sie nämlich auch für Schäden, die Dritten auf Ihrem Grundstück widerfahren, haftbar gemacht werden.
wird benötigt
- Feuerrohbauversicherung
- Wohngebäudeversicherung
- Bauherrenhaftpflichtversicherung
- Bauleistungsversicherung
- Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung
empfohlene Bausteine
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Kauf von einem Bauträger
Kaufen Sie einen Neubau schlüsselfertig, sind lediglich drei Versicherungen für Sie relevant. Eine Wohngebäudeversicherung ist auf jeden Fall dringend notwendig. Planen Sie die Immobilie zu vermieten, sollten Sie auch eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen. Immerhin sind Sie für Schäden, die von Ihrem Grundstück ausgehen, haftbar. Wer sich zusätzlich gegen Schäden durch Naturgewalten versichern möchte, kann die Wohngebäudeversicherung optional um die Elementarversicherung erweitern.
wird benötigt
empfohlene Bausteine
Spezialfälle
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Anbau/Umbau der selbst bewohnten Immobilie
Wenn Sie bereits eine Immobilie besitzen, diese aber erweitern oder umbauen möchten, gibt es hierbei ein paar Dinge zu beachten. Eine Wohngebäudeversicherung sollten Sie auf jeden Fall abschließen, jedoch bietet es sich an, vor dem An- oder Umbau zu prüfen, ob nicht bereits ein Tarif abgeschlossen wurde. Ist dies der Fall, reicht es in den meisten Fällen aus, wenn Sie Ihrer Versicherung die Änderung am Wohngebäude einfach mitteilen.
Bei der Bauherrenhaftpflichtversicherung und Bauleistungsversicherung gilt eine Sonderregelung. Bei dem benötigten Versicherungsschutz kommt es darauf an, wie teuer der An- beziehungsweise der Umbau wird. Liegt dieser unter 50.000 Euro und wird ohne Eigenleistung vollzogen, kann es – je nach Versicherungstarif – ausreichend sein, eine Privathaftpflicht abgeschlossen zu haben. Darüber hinaus empfehlen wir eine Elementarversicherung als zusätzlichen Versicherungsbaustein abzuschließen.
wird benötigt
empfohlene Bausteine
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Eigentümergemeinschaft
Als Eigentümergemeinschaft sollten Sie unbedingt darauf achten, über die folgenden zwei Versicherungen zu verfügen: Sowohl die Wohngebäudeversicherung als auch die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung sind unumgänglich, wenn Sie gut abgesichert sein wollen. Optional empfehlen wir eine Elementarversicherung.
wird benötigt
empfohlene Bausteine