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Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Immobilienbesitz ist immer mit einer gewissen Verantwortung verbunden. Der passende Versicherungsschutz sollte daher nicht fehlen. Erfahren Sie im Folgenden mehr zur Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.

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Hauseigentümer und Grundbesitzer haben eine Verkehrssicherungspflicht. Das bedeutet, sie müssen sicherstellen, dass Bewohner, Besucher und Passanten das Gebäude unbeschadet betreten, verlassen und daran vorbeigehen können.

Dazu gehört unter anderem, dass das Treppenhaus, der Hauseingang und der zum Grundstück gehörende Gehweg sicher passierbar sind.

Wichtig: Die Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers besteht bereits für unbebaute Grundstücke und Bauvorhaben.

Gesetzliche Haftpflicht für Immobilienbesitzer

Hausbesitzer haften per Gesetz für Schäden, die anderen Personen im Zusammenhang mit ihrer Immobilie entstehen. Beispiele für mögliche Schäden sind:

  • Im Winter rutscht der Briefträger beim Zustellen der Post auf dem nicht ausreichend gestreuten Weg vor dem Haus aus.
  • Ein Besucher stürzt im Treppenhaus, da eine defekte Glühbirne nicht ausgetauscht wurde und dieses deshalb nicht ausreichend beleuchtet ist.
  • Ein Dachziegel hat sich gelöst – zum Beispiel bei einem Sturm – und fällt auf ein vor dem Haus geparktes Fahrzeug. 

Werden Personen verletzt, geht der Schaden schnell in die Millionen – beispielsweise durch Ansprüche auf Schadensersatz und Schmerzensgeld. Daher empfiehlt es sich, eine leistungsstarke Versicherung abzuschließen.

Info: Schäden am Gebäude selbst sind nicht über eine Haftpflichtversicherung abgedeckt. Hierfür ist eine separate Gebäudeversicherung erforderlich.

Haftpflichtversicherung fürs Eigenheim

Wer selbst in seinem Einfamilienhaus oder seiner Eigentumswohnung lebt, kann Haftpflichtschäden Dritter im Zusammenhang mit der Immobilie in der Regel über die Privathaftpflicht abdecken. Das gilt auch, wenn einzelne Zimmer – zum Beispiel eine Einliegerwohnung – vermietet werden oder das Eigenheim ab und zu als Ferienhaus angeboten wird.

Je nach Tarif kann der Versicherungsschutz auch für Bauvorhaben bis zu einer bestimmten Bausumme gelten. Anderenfalls ist der Abschluss einer separaten Bauherrenhaftpflichtversicherung ratsam.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht für vermietete Immobilien

Vermieter, Eigentümergemeinschaften sowie Besitzer von unbebauten Grundstücken sollten hingegen eine gesonderte Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht abschließen – häufig auch Grundbesitzerhaftpflichtversicherung oder Gebäudehaftpflichtversicherung genannt.

Denn der Schutz der privaten Haftpflichtversicherung ist in diesen Fällen nicht ausreichend. Das gilt für ein vermietetes Mehrfamilienhaus ebenso wie für ein vermietetes Ein- oder Zweifamilienhaus.

Wichtig: Vermieter haften unter Umständen auch dann, wenn durch ihre Mieter Schäden bei dritten Personen entstehen.

Ein Beispiel: Zwar kann per Mietvertrag beispielsweise die winterliche Räum- und Streupflicht – oder auch eine sonstige Instandhaltungspflicht – auf den Mieter übertragen werden. Jedoch muss der Vermieter in ausreichendem Maße kontrollieren, ob der Mieter seinen Pflichten nachkommt. Ansonsten kann der Immobilienbesitzer trotzdem für Schäden Dritter haftbar gemacht werden.

Leistungsstarke Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht abschließen

Eine leistungsstarke Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht kann online abgeschlossen werden. Dabei sollte eine ausreichend hohe Deckungssumme gewählt werden. CHECK24 empfiehlt mindestens fünf Millionen Euro.

Die Gebäudehaftpflicht zahlt bei Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden Dritter, die im Zusammenhang mit der versicherten Immobilie entstehen. Zudem wehrt sie unberechtigte Schadensersatzforderungen ab und bietet somit einen passiven Rechtsschutz.

Tipp: Vermieter können die Kosten für den Versicherungsbeitrag der Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht mit der Betriebskostenabrechnung auf die Mieter umlegen.