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Versicherungsprämien: Vorsicht bei der Zahlweise

München, 30.4.2010 | 11:00 | eko

Jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder gar monatlich? Bei vielen Versicherungen hat der Kunde die Qual der Wahl, was die Zahlweise angeht. Doch Vorsicht: Wer nicht alles auf einmal begleicht, muss im Endeffekt oft draufzahlen.

Die jährliche Zahlweise ist die günstigste Alternative seine Versicherungsbeiträge zu begleichen. Die jährliche Zahlweise ist die günstigste Alternative seine Versicherungsbeiträge zu begleichen.
Die jährliche Zahlung der Versicherungsprämie hat nicht nur den Vorteil, dass man sich für den Rest des Jahres um nichts mehr kümmern muss. Häufig ist diese Option auch die günstigste. Denn bei halbjährlichen, quartalsabhängigen oder monatlichen Zahlungen werden zusätzliche Gebühren fällig. Effektiver Jahreszins heißt das entscheidende Stichwort.

Denn der Versicherungsvertrag ähnelt bei Zahlung in mehreren Raten einem Verbraucherkredit. Der Zinssatz liegt bisher zwischen acht und zwölf Prozent. Umgerechnet auf die Beiträge ergibt sich so ein Plus von vier Prozent, das der Kunde im Vergleich zur jährlichen Zahlweise mehr bezahlen muss. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat jedoch entschieden, dass der effektive Jahreszins nicht den gesetzlichen Rahmen sprengen darf und vor allem transparent sein muss. Damit ist künftig nur noch ein Zinssatz von maximal vier Prozent erlaubt (Az.: I ZR 22/07).

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