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Versicherungsabschluss oft ohne Vertreter

München, 18.3.2011 | 12:00 | sge

Studien belegen es immer wieder aufs Neue: Das Internet wird inzwischen für die meisten Bereiche des täglichen Lebens genutzt. So auch zum Abschluss von Versicherungspolicen. Vor allem Kfz-Versicherungen werden online abgeschlossen.

Viele Verbraucher schließen Versicherungen online ab - ohne die Beratung durch einen Vertreter.Viele Verbraucher schließen Versicherungen online ab - ohne die Beratung durch einen Vertreter.
Die Kfz-Versicherung ist eine Pflichtversicherung für alle, die sich mit einem Fahrzeug am Straßenverkehr beteiligen. Die Angebote und Tarife sind sehr vielfältig; der Beitragssatz muss immer individuell und auf der Grundlage verschiedenster Faktoren berechnet werden. Dennoch haben nur noch wenige Verbraucher das Bedürfnis, sich vor dem Abschluss einer Kfz-Versicherung direkt von einem Versicherungsvertreter beraten zu lassen und gehen lieber gleich ins Internet.

Dasselbe gilt zum Beispiel für den Abschluss von Krankenzusatz- bzw. Auslandskrankenversicherungen. Hier kann nach Verbrauchersicht nicht so viel schiefgehen. Eine Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. hat ergeben, dass nur noch etwa die Hälfte aller Versicherungsverträge in Folge eines Beratungsgesprächs zustande kommt. Etwa 36 Prozent aller Befragten gaben hierzu an, auf eine solche Beratung zu verzichten.

Lediglich bei großen und komplexen Versicherungen bleibt der Gang zum Vertreter nach wie vor das Mittel der Wahl. Das betrifft zum Beispiel die Berufsunfähigkeitsversicherung, aber auch Lebensversicherungen, Rentenversicherungen und Unfallpolicen. Unschlagbar ist das Internet jedoch auch hier als Informationsmedium. Immerhin 40 Prozent aller Versicherungsneukunden informieren sich vor Vertragsabschluss zunächst im Internet - unabhängig davon, wo sie ihre Police letztendlich abschließen.

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