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Versicherungen: Verbraucher mögen professionelle Beratung

München, 11.8.2010 | 13:45 | sge

Wenn es ums Geld geht, hört für die meisten der Spaß auf. Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass viele Bundesbürger in Finanzangelegenheiten am liebsten auf sich selbst vertrauen. Einzig bei Versicherungsprodukten wird oft Rat eingeholt.

Vor allem bei Versicherungsfragen wünschen sich die Deutschen professionelle Beratung.Vor allem bei Versicherungsfragen wünschen sich die Deutschen professionelle Beratung.
Den Bundesbürgern wird allgemein ein großes Sicherheitsbedürfnis nachgesagt. Umfragen belegen immer wieder, dass die meisten sogar mehr Policen besitzen, als sie eigentlich benötigen. Sicherheit steht derzeit und im Rückblick auf die weltweite Wirtschaftskrise jedoch auch bei Geldanlagen und Finanzierungen im Zentrum des Verbraucherinteresses. Und dieses hat offensichtlich zu einem veränderten Abschlussverhalten geführt. Immer mehr Menschen nehmen in finanziellen Belangen keinerlei Beratung mehr in Anspruch.

Nachgewiesen schlechte Beratungsqualität, schlechtes Image und mangelndes Vertrauen bewirken offenbar, dass sich viele Verbraucher in Finanzdingen nur noch auf ihre eigene Einschätzung verlassen. Auch im so wichtigen Bereich der privaten und betrieblichen Altersvorsorge wird zunehmend auf Expertenrat verzichtet. Eine aktuelle Studie des Institutes für Management- und Wirtschaftsforschung zeigt, dass etwa die Hälfte aller Befragten hier kein Beratungsgespräch in Anspruch genommen hat.

Diese Entwicklung sei besorgniserregend, so die Meinung der federführenden Experten. Immerhin werde die zusätzliche Altersvorsorge angesichts knapperer Kassen immer wichtiger. Ein anderes Bild zeigt sich einzig auf dem Segment der Versicherungsabschlüsse. Ungefähr 70 Prozent aller im Rahmen der Studie Befragten gaben hier an, beim Vertragsabschluss die Unterstützung von Versicherungsvermittlern genutzt zu haben. Hoch im Kurs stehen vor allem Privathaftpflicht, Rechtschutzversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung.

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