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Nicht jede Versicherung lohnt sich für Azubis

München, 6.8.2010 | 17:00 | tei

Der Ausbildungsstart ist für viele junge Menschen der Anlass, über einen eigenen Versicherungsschutz nachzudenken. Eine Fülle von Angeboten ist direkt auf diese Zielgruppe zugeschnitten. Was jedoch wirklich sinnvoll ist, sollte sorgfältig überlegt werden.

Azubis sollten sich genau informieren, welche Versicherung für sie sinnvoll ist.Azubis sollten sich genau informieren, welche Versicherung für sie sinnvoll ist.
Junge Menschen, die sich in der Ausbildung befinden, sind in vielen Bereichen noch über die Versicherungen ihrer Eltern geschützt. Das betrifft zum Beispiel die Haftpflichtversicherung, die immer dann einspringt, wenn der Versicherungsnehmer anderen Menschen Schäden zufügt. Ähnliches gilt für die Hausratversicherung. Eine eigene Police ist nur dann sinnvoll, wenn ein eigener Hausstand gegründet wird.

Da Azubis in aller Regel über ihren Arbeitgeber gesetzlich krankenversichert sind, ist der Abschluss einer gesonderten Krankenversicherung meist nicht notwendig. Dagegen kann der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus vorteilhaft sein. Diese greift, wenn der Versicherungsnehmer infolge von Krankheit oder Unfall nicht mehr oder nur noch teilweise arbeitsfähig ist. Sinnvoll ist darüber hinaus auch eine Unfallversicherung, die bereits ab einem Prozent Invalidität nach Unfall zahlt.

Lebensversicherungen - ganz gleich ob nun in der Risikovariante oder in der kapitalbildenden Form - sind für Auszubildende dagegen meist völlig überflüssig. Sie werden erst dann notwendig, wenn der Versicherungsnehmer eine Familie hat, die er im Fall seines Ablebens finanziell versorgt wissen möchte. Azubis, die vorsorgen möchten, sollten daher lieber einen zusätzlichen Sparplan abschließen und bereits in jungen Jahren an ihre Altersvorsorge denken.

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