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Krankenzusatzversicherung: Jeder Zweite hält sie für notwendig

München, 26.2.2010 | 11:57 | sge

Die Hälfte der Deutschen hält eine private Krankenzusatzversicherung für notwendig, um die immer stärkeren Leistungseinschränkungen der gesetzlichen Krankenkassen zu kompensieren. Das hat eine aktuelle Umfrage im Auftrag der DEVK-Versicherung ergeben. 21 Millionen Policen gibt es derzeit in Deutschland - Tendenz steigend.

Immer mehr Kassenpatienten schließen mit einer privaten Krankenzusatzversicherung die Leistungslücke ihres gesetzlichen Krankenversicherers.Immer mehr Kassenpatienten schließen mit einer privaten Krankenzusatzversicherung die Leistungslücke ihres gesetzlichen Krankenversicherers.
Die Renner sind dabei Leistungen für Gesundheitsvorsorge, Sehhilfen und Krankentagegeld. Vor allem im Bereich Vorsorgeuntersuchungen wollen die Versicherten einfach mehr, als
ihnen die Kassen mittlerweile bieten. 41 Prozent der Deutschen halten zudem eine Krankentagegeldversicherung für notwendig. Diese zahlt bei Verdienstausfall durch Arbeitsunfähigkeit und überbrückt Einkommenslücken bei längeren Krankheiten.

Die Meldungen über Zusatzbeiträge verunsichern die Versicherten zunehmend: Knapp 70 Prozent sind der Meinung, dass die gesetzlichen Kassen in naher Zukunft ihre Defizite nicht nur durch Zusatzbeiträge, sondern auch durch Leistungskürzungen ausgleichen werden. Schon heute finden laut Umfrage 64 Prozent, dass die Leistungen ihrer Krankenversicherung nicht mehr ausreichen.

Bei allen Zusatzversicherungen ist aber zu bedenken, dass die Leistungen oft nach oben begrenzt sind. Von den Rechnungen für Heilpraktiker, Brille und Zahnersatz wird zudem nur ein bestimmter Prozentsatz übernommen. Und ganz wichtig: Bei vielen Anbietern sind Wartezeiten einzuhalten, bis die Versicherung nach Abschluss der Police zum ersten Mal wirklich einspringt.
 

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