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Ich zahle von meinem Gehalt bereits in eine Pflegeversicherung ein. Bin ich damit abgesichert?

Jeder, der gesetzlich oder privat krankenversichert ist, zahlt bereits in eine Pflegeversicherung ein. Diese Pflichtversicherung wurde 1995 in Deutschland eingeführt.

Bei gesetzlich Versicherten gliedert sich die Pflegeversicherung an die jeweilige Krankenkasse an. Bei privat Versicherten ist das Pflegerisiko über die private Krankenversicherungsgesellschaft abgesichert.

Die Pflegepflichtversicherungen – egal, ob gesetzlich oder privat – zahlen im Ernstfall allerdings nur einen Teil der anfallenden Pflegekosten. Den Rest müssen Betroffene aus der eigenen Tasche bezahlen.

Finanzierungslücke bei Pflegebedürftigkeit

Je nach Schwere der Pflegebedürftigkeit erhalten die Betroffenen unterschiedlich hohe Leistungen von ihrer Pflegepflichtversicherung. Mit der Pflegereform, die am 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist, wurden diese Leistungen für viele Pflegebedürftige angehoben. Dennoch ergibt sich immer noch eine erhebliche Versorgungslücke.

Will sich ein Pflegebedürftiger etwa in einem Heim pflegen lassen, muss er mit einem durchschnittlichen Eigenanteil von rund 1.500 Euro im Monat rechnen. Dabei ist es unerheblich, wie stark der Betroffene auf Hilfe angewiesen ist.

Pflegezusatzversicherung kann Versorgungslücke schließen

Wer sich vor hohen Kosten im Fall der Pflegebedürftigkeit absichern möchte, sollte eine private Pflegezusatzversicherung abschließen. Beim Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung wird ein Pflegegeld vereinbart, das der Versicherte im Pflegefall ausbezahlt bekommt.

Je nach Höhe des Pflegegeldes kann die Versorgungslücke damit verringert oder ganz geschlossen werden.

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