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Gefühlte Inflation übersteigt offizielle Inflationszahlen
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Korb mit Obst und Gemüse: Besonders bei frischen Lebensmitteln macht sich die Inflation bemerkbar.
Einer Erhebung der Großbank Unicredit zufolge lag die gefühlte Inflation im Juli auf einem Jahreshoch von 2,9 Prozent. Damit überstieg sie den vom Statistischen Bundesamt berechneten, offiziellen Wert von 1,9 Prozent um einen ganzen Prozentpunkt. Treiber seien vor allem die gestiegenen Lebensmittelpreise, sagte Andreas Rees, Deutschland-Chefvolkswirt von Unicredit. Diese seien der Grund, dass die gefühlte Inflation erstmals seit Jahren ihr langjähriges Mittel von 2,5 Prozent deutlich übersteige.
Anders als das Statistische Bundesamt, das für seinen Inflations-Warenkorb Konsumgüter nach ihrem Anteil an sämtlichen gekauften Waren auswählt, gewichten die Ökonomen der Unicredit die untersuchten Güter nach ihrer Kaufhäufigkeit: Obst, Gemüse und andere Nahrungsmittel würden regelmäßig gekauft, so Rees. Die Preiserhöhungen fielen den Verbrauchern deshalb besonders stark auf.
Aufgrund ihrer Kaufhäufigkeit fließen Lebensmittel mit einem Gewicht von 27 Prozent in die Berechnungen der Unicredit ein – in der offiziellen Statistik des Bundesamtes werden Nahrungsmittel und Getränke dagegen nur mit zehn Prozent gewichtet. Auch Kleidung, Schuhe, Benzin, Strom und Gas haben bei der Unicredit deutlich mehr Einfluss als bei der Berechnung der offiziellen Inflation. Preissenkungen bei langlebigen Gütern wie Computern beachtet die Großbank dagegen weniger, da sie nur selten gekauft werden. Im offiziellen Warenkorb drücken diese die Inflation allerdings regelmäßig nach unten.
Der offiziellen Statistik des Bundesamtes zufolge kosteten Lebensmittel im Juli durchschnittlich 5,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit verzeichnen sie den kräftigsten Anstieg seit knapp fünf Jahren. So verteuerten sich Paprika beispielsweise um 48 Prozent, Kartoffeln um 44 Prozent und Butter um 31 Prozent. Die Gründe dafür sind unter anderem Missernten infolge der starken Regenfälle und Überflutungen. Auch die steigende Nachfrage nach deutschen Produkten in vielen Schwellenländern lässt die Preise steigen.
Aufgrund ihrer Kaufhäufigkeit fließen Lebensmittel mit einem Gewicht von 27 Prozent in die Berechnungen der Unicredit ein – in der offiziellen Statistik des Bundesamtes werden Nahrungsmittel und Getränke dagegen nur mit zehn Prozent gewichtet. Auch Kleidung, Schuhe, Benzin, Strom und Gas haben bei der Unicredit deutlich mehr Einfluss als bei der Berechnung der offiziellen Inflation. Preissenkungen bei langlebigen Gütern wie Computern beachtet die Großbank dagegen weniger, da sie nur selten gekauft werden. Im offiziellen Warenkorb drücken diese die Inflation allerdings regelmäßig nach unten.
Der offiziellen Statistik des Bundesamtes zufolge kosteten Lebensmittel im Juli durchschnittlich 5,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Damit verzeichnen sie den kräftigsten Anstieg seit knapp fünf Jahren. So verteuerten sich Paprika beispielsweise um 48 Prozent, Kartoffeln um 44 Prozent und Butter um 31 Prozent. Die Gründe dafür sind unter anderem Missernten infolge der starken Regenfälle und Überflutungen. Auch die steigende Nachfrage nach deutschen Produkten in vielen Schwellenländern lässt die Preise steigen.
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