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IWF-Chefin Lagarde: Deutschland soll mehr für Euro-Rettung zahlen
| sbi

IWF-Chefin Christine Lagarde fordert eine Erhöhung des Euro-Rettungsschirms ESM. Foto: World Economic Forum/Flickr
Die Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde fordert eine stärkere Beteiligung Deutschlands an der Euro-Rettung. Das machte die französische IWF-Chefin am Montag während eines Besuchs in Berlin deutlich. Zuvor hatte bereits Italiens Ministerpräsident Mario Monti die Verdopplung des permanenten Euro-Rettungsschirms ESM auf eine Billion Euro verlangt. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt sich quer - noch.
Lagarde forderte "eine größere Brandmauer" für die Eurozone. Bislang war geplant, den ESM mit einem Volumen von 500 Milliarden Euro auszustatten. Die IWF-Vorsitzende nahm Deutschland zwar nicht explizit in die Pflicht - bei einer Verdopplung des ESM dürfte aber gerade auf die Bundesrepublik ein erheblicher Beitrag zukommen. Der Grund: Deutschland ist die größte Volkswirtschaft in der Währungsunion. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Morgen mitteilte, sei die Kanzlerin zurzeit nicht davon überzeugt, dass der ESM verdoppelt werden müsse. Dennoch sei die Bundesregierung bereit, alle Vorschläge zu diskutieren.
Der bisherige Plan, den ESM um ein Jahr auf Juli 2012 vorzuziehen, habe sich laut Seibert aus deutscher Sicht nicht geändert. Zudem sei es aktuell wichtiger, über eine neue Taktung der Einzahlung in den Rettungsschirm zu sprechen. Nachdem sich neben dem italienischen Ministerpräsident auch Lagarde für eine Ausweitung des ESM aussprach, wächst eine Woche vor Beginn des EU-Sondergipfels allmählich der Druck auf Deutschland. Im März wollen die EU-Regierungschefs darüber beraten, ob das Hilfsvolumen von 500 Milliarden ausreicht oder ausgeweitet werden muss.
Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, schlug indes vor, den verbliebenen Umfang des Rettungsfonds EFSF von rund 250 Milliarden Euro in den ESM zu überführen - mit in Kraft treten des ESM würde der temporäre Rettungsschirm EFSF auslaufen. Auch Lagarde schloss in ihrer Rede eine Erhöhung des IWF-Kreditvolumens nicht aus. Zudem müsse die internationale Gemeinschaft durch schnelles Handeln eine Abwärtsspirale der Weltwirtschaft verhindern. "Je länger wir warten, desto teurer wird es", sagte Lagarde.
Der bisherige Plan, den ESM um ein Jahr auf Juli 2012 vorzuziehen, habe sich laut Seibert aus deutscher Sicht nicht geändert. Zudem sei es aktuell wichtiger, über eine neue Taktung der Einzahlung in den Rettungsschirm zu sprechen. Nachdem sich neben dem italienischen Ministerpräsident auch Lagarde für eine Ausweitung des ESM aussprach, wächst eine Woche vor Beginn des EU-Sondergipfels allmählich der Druck auf Deutschland. Im März wollen die EU-Regierungschefs darüber beraten, ob das Hilfsvolumen von 500 Milliarden ausreicht oder ausgeweitet werden muss.
Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank, schlug indes vor, den verbliebenen Umfang des Rettungsfonds EFSF von rund 250 Milliarden Euro in den ESM zu überführen - mit in Kraft treten des ESM würde der temporäre Rettungsschirm EFSF auslaufen. Auch Lagarde schloss in ihrer Rede eine Erhöhung des IWF-Kreditvolumens nicht aus. Zudem müsse die internationale Gemeinschaft durch schnelles Handeln eine Abwärtsspirale der Weltwirtschaft verhindern. "Je länger wir warten, desto teurer wird es", sagte Lagarde.
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