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Die Zinspolitik der EZB gefährdet das Vermögen der Sparer
| sbi

Das eigene Geld sicher anlegen - darauf legen Sparern Wert. Damit riskieren sie allerdings eine negative Rendite.
Die Deutsche Bundesbank geht auf Konfrontationskurs zur Europäischen Zentralbank (EZB). Vorstandsmitglied Joachim Nagel sagte am Montag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Forum Bundesbank“ in Hamburg, das Anleger aufgrund der EZB-Zinspolitik nicht den Realwert ihres Vermögens erhalten würden. Der Leitzins, der aktuell bei 0,75 Prozent liegt, beeinflusst die Zinsen auf Spareinlagen. Die aktuell niedrigen Zinsen seien eine Nebenwirkung der weltweit expansiven Geldpolitik der großen Zentralbanken. Die Preisstabilität sei aber nicht beeinträchtigt.
In der Vergangenheit hätten hohe Inflationsraten zu teils negativen Realzinsen geführt, so Nagel. Aktuell befindet sich die Teuerungsrate allerdings auf einen laut EZB stabilen Niveau: In Deutschland kletterten die Preise im Januar um 1,7 Prozent, in der Eurozone um 2,0 Prozent. Für die teilweise negativen Zinserträge seien stattdessen die nominalen Renditen verantwortlich, beispielsweise die deutscher Staatsanleihen. Diese befinden sich aktuell auf einem historischen Tiefstand: Seit August 2011 ist der reale Ertrag – die nominale Rendite abzüglich der Inflationsrate – deutscher Anleihen negativ. Der niedrige Leitzins und die aufgrund der Schuldenkrise gestiegene Nachfrage nach sicheren Geldanlagen seien für die niedrigen Renditen verantwortlich, so Nagel.
Die niedrigen Zinsen hätten zudem direkte Auswirkungen auf die private Vermögensbildung. So würden privaten Haushalte ihr Vermögen vor allem in Form von Bargeld und Sichteinlagen halten, sagte der Bundesbanker. Längerfristig zinsgebundene Geldanlagen seien hingegen weniger attraktiv. Grund hierfür sei nicht nur das Zinstief, sondern auch die Unsicherheit aufgrund der europäischen Schuldenkrise. Die Nachfrage nach sogenannten sicheren Anlagemodellen würde dagegen steigen. Einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag des Bankenfachverbands zufolge wollen die Bundesbürger in diesem Jahr 2013 mehr in Fest- und Tagesgeld sowie in Gold und Immobilien investieren.
Berücksichtigt man die Inflationsrate, seien die Renditen einiger sicherer Geldanlagen dennoch negativ, sagte Nagel. Um den Wert des Vermögens zu erhalten, müssten Verbraucher zu höher verzinsten Produkten greifen. Der Nachteil: Mit einem höheren Zinssatz steigt auch das Risiko des Anlegers. Dem können private Sparer entgegenwirken, indem sie ihr Anlagespektrum erweitern und das Risiko des Portfolios weit streuen.
Die niedrigen Zinsen hätten zudem direkte Auswirkungen auf die private Vermögensbildung. So würden privaten Haushalte ihr Vermögen vor allem in Form von Bargeld und Sichteinlagen halten, sagte der Bundesbanker. Längerfristig zinsgebundene Geldanlagen seien hingegen weniger attraktiv. Grund hierfür sei nicht nur das Zinstief, sondern auch die Unsicherheit aufgrund der europäischen Schuldenkrise. Die Nachfrage nach sogenannten sicheren Anlagemodellen würde dagegen steigen. Einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag des Bankenfachverbands zufolge wollen die Bundesbürger in diesem Jahr 2013 mehr in Fest- und Tagesgeld sowie in Gold und Immobilien investieren.
Berücksichtigt man die Inflationsrate, seien die Renditen einiger sicherer Geldanlagen dennoch negativ, sagte Nagel. Um den Wert des Vermögens zu erhalten, müssten Verbraucher zu höher verzinsten Produkten greifen. Der Nachteil: Mit einem höheren Zinssatz steigt auch das Risiko des Anlegers. Dem können private Sparer entgegenwirken, indem sie ihr Anlagespektrum erweitern und das Risiko des Portfolios weit streuen.
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