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Überführungskosten

Überführungskosten Auto

 

Überführungskosten bei Neuwagen?

Wenn Sie beim Autohändler einen Neuwagen bestellen, wird der Pkw nach Ihren Wünschen konfiguriert und auf der Grundlage Ihrer Bestellung im Werk produziert.

Bis zur Übergabe des Autos im Autohaus fallen weitere Kosten an:

  • Transport vom Werk zum Autohaus
  • Versicherung während des Transportes
  • Innen- und Außenendreinigung
  • Erste Inspektion vor Übergabe

Die Preisspanne bewegt sich in Deutschland bei den meisten Pkw-Modellen zwischen rund 400 Euro bis über 1.000 Euro pro Fahrzeug.

Die Rechtslage bei Überführungskosten ist eigentlich eindeutig. Laut der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes müssen die Überführungskosten im Kfz-Endpreis enthalten sein. Gleiches gilt europarechtlich (siehe Richtlinie UGP-RL 2005/29/EG).

Das schließt auch Werbeanzeigen ein. So hat der Europäische Gerichtshof im Juni 2016 geurteilt, dass der in einer werblichen Anzeige genannte Verkaufspreis alle unvermeidbaren und unvorhergesehenen Kosten enthalten muss, die vom Verbraucher zu tragen sind.

Ausnahmen: Eine gesonderte Angabe der Überführungskosten ist nur dann gültig, wenn der Verbraucher zwischen einer Selbstabholung und der Lieferung an den Händler wählen beziehungsweise wenn die Höhe der Kosten nicht im Voraus bestimmt werden kann, weil sich diese im Einzelfall unterscheiden.

In der Praxis sieht es jedoch oft anders aus. In der Werbung wird auf das Thema Überführung meist nur im Kleingedruckten mittels Sternchen oder Fußnoten hingewiesen. In Autohäusern findet sich auf Preisschildern häufig der Zusatz „zuzüglich Überführungskosten”.

Überführungskosten im Kaufvertrag

Überführungsgebühren stehen in der Regel als eigener Posten im Kaufvertrag eines Autos.

Extras aushandeln

Besteht der Autohändler auf den Gebühren in voller Höhe, können Sie gegebenenfalls Extraleistungen aushandeln, beispielsweise:

  • Voller Tank bei der Fahrzeugübergabe
  • Fußmatten
  • Weiterer Satz Reifen
  • Zulassungsservice

Überführungskosten bei Gebrauchtwagen?

Bei Gebrauchtfahrzeugen, die beim Kfz-Händler vor Ort stehen, fallen in der Regel keine Überführungskosten an.

Gebrauchtwagen ohne Hauptuntersuchung

Hat der gekaufte Pkw keine gültige Hauptuntersuchung (HU) mehr und/oder ist abgemeldet und steht weiter weg, muss er zu Ihnen nach Hause überführt werden.

Die Überführung eines Autos ohne gültige HU auf eigener Achse ist in Deutschland seit dem 1. April 2015 nicht mehr erlaubt. Der Grund: Die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges ist nicht sichergestellt.

Der Wagen muss zum Beispiel auf einem Hänger transportiert werden. Die Alternative: Sie bringen den Wagen vor Ort durch den TÜV und fahren ihn dann mit Kurzzeitkennzeichen zu sich nach Hause.

Ein abgemeldetes Fahrzeug können Sie innerhalb Deutschlands mit Kurzzeitkennzeichen überführen, wenn es noch eine gültige HU besitzt. Solche Überführungskennzeichen erhalten Sie bei jeder Kfz-Zulassungsstelle. Kurzzeitkennzeichen können jedoch nur fünf Tage nach der Ausstellung genutzt werden. Danach sind sie ungültig.

Vorführ-, Jahreswagen und Tageszulassung

Vorführwagen, Jahreswagen und Tageszulassungen holt der Kfz-Händler auf eigene Rechnung und lässt sie als Erstbesitzer auf sich zu.

Sie gelten somit als Gebrauchtfahrzeuge und werden vom Händler nach kurzer Zeit mit Rabatt an Endkunden weiterverkauft.

Da der Händler für diese Fahrzeuge mit den Überführungskosten in Vorleistung gegangen ist, kalkuliert er diese normalerweise in den Verkaufspreis mit ein – entweder als gesonderter Posten oder die Gebühren werden direkt mit dem Gebrauchtwagenrabatt verrechnet.

Leasingfahrzeuge

Ein Leasingfahrzeug ist in aller Regel ein Neufahrzeug. Deshalb werden auch beim Leasing Überführungskosten berechnet.

Im Gegensatz zum Autokauf oder der Pkw-Finanzierung sind diese Zusatzkosten beim Leasing mit anderen Positionen wie einer Kfz-Versicherung in der monatlichen Leasingrate enthalten und fallen so kaum auf.

Was gilt bei Werksabholung?

Viele Autokäufer denken, sie können Überführungskosten sparen, wenn sie das Auto selbst direkt im Werk abholen.

Bei Mercedes ist die Werksabholung für Neuwagenkunden kostenlos.

Bei Audi, BMW, Porsche und VW möglich kostet die Abholung dagegen zwischen gut 400 Euro und 1.300 Euro.

Opel und Ford bieten keine Abholung im Werk ab.

Was ist bei Pkw-Überführung aus dem Ausland (EU)?

Für die Überführung eines neuen oder gebrauchten Autos aus dem Ausland nach Deutschland gibt es drei typische Möglichkeiten.

  1. Überführung auf eigener Achse
    Wenn Sie den Wagen persönlich abholen, holen Sie sich am besten Ausfuhr- oder Überführungskennzeichen des jeweiligen Kauflandes vor Ort. Hierfür hat jedes Land andere Bestimmungen und Vorgaben. Erkundigen Sie sich deshalb am besten bereits im Vorfeld nach den Formalitäten – zum Beispiel beim Verkäufer.
  2. Überführungsfahrt auf dem Hänger
    Wenn Sie die Möglichkeit haben, das Fahrzeug mit einem Hänger abzuholen, ist dies die einfachste Lösung. Für den Transport brauchen Sie keine Kennzeichen für das gekaufte Auto.
  3. Spedition beauftragen
    Sie können die gesamte Abwicklung der Überführung Spezialisten überlassen. Dies ist kostenintensiv, dafür sollte der Vorgang reibungslos funktionieren und Sie ersparen sich im Idealfall viel Zeit, bürokratischen Aufwand und Ärger.

Nach der Überführung eines Neuwagens nach Deutschland haben Sie zehn Tage Zeit, um eine Umsatzsteuererklärung für die Fahrzeugeinzelbesteuerung beim Finanzamt einzureichen. Denn Sie müssen auf Neufahrzeuge 19 Prozent Steuer entrichten. Notwendig ist auch eine Neuwagen Versicherung.

Bei Gebrauchtwagen fallen keine Steuern in Deutschland an, die Meldung ans Finanzamt entfällt dann.

Antworten auf Ihre Fragen

Wie hoch sind die Überführungskosten?

Die Kosten variieren je nach Hersteller und Modell. Sie sollten mit durchschnittlich 400 bis 1.000 Euro rechnen.

Warum gibt es Überführungskosten?

In aller Regel wird Ihr Neuwagen nicht an Ihrem Wohnort gebaut. Der Transport bis zu Ihnen beziehungsweise bis zum Autohändler per Schiff und /oder Autotransporter kostet natürlich Geld. Diese Überführungskosten kommen daher noch auf den eigentlichen Autokaufpreis hinzu.

Wie lange dauert die Überführung?

Das hängt davon ab, wo Ihr Auto gebaut wird. Innerhalb von Deutschland dauert die Überführung nur einige Tage. Wurde der Pkw im Ausland gefertigt und kommt per Schiff nach Deutschland, sind es mehrere Wochen von der Verladung im Werk bis zu Ihnen nach Hause.

Sascha Rhode

Autor: Sascha Rhode

Seit 2012 unser Experte für die Kfz-Versicherung.

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