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Grobe Fahrlässigkeit in der Kfz-Versicherung

Lesezeit 1 Min.
aktualisiert am 21.02.2020

In der Kfz-Versicherung steht meist die grobe Fahrlässigkeit im Fokus, etwa bei:

  • Unfall wegen Überfahren einer roten Ampel
  • Unfall während Telefongespräch ohne Freisprecheinrichtung
  • Diebstahl von Wertsachen aus dem offenen Cabrio

Haftung der Kfz-Versicherung

Jede Kfz-Haftpflichtversicherung muss auch bei Schäden haften, die anderen Personen (auch juristischen Personen = Unternehmen) durch eine grobe Fahrlässigkeit des eigenen Versicherungskunden, Halters oder Fahrers des versicherten Fahrzeuges entstehen.

Regress möglich

Die Gesellschaft kann den Verursacher aber an den Schadenskosten beteiligen und bis zu 5.000 Euro Regress verlangen.

Eine Teil- oder Vollkaskoversicherung kann die Haftung für einen Kaskoschadens bei grober Fahrlässigkeit dagegen teilweise oder sogar ganz ablehnen und den Schaden nicht übernehmen.

Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit

Verzichtet der Versicherer vertraglich auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit, haftet er auch in solchen Fällen ganz.

Ausnahmen Alkohol und Drogen

Davon ausgenommen sind grundsätzlich Schäden, die unter dem Einfluss von Alkohol oder nach Drogenkonsum zustande gekommen sind. Dann müssen die Kfz-Versicherer auch bei der Mitversicherung grober Fahrlässigkeit nicht zahlen.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Experte für Kfz-Versicherung sowie automobilen Entwicklungen im Pkw- und Motorradbereich.

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