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Elektroautos - das sollten Sie wissen

Lesezeit 4 Min.
aktualisiert am 13.01.2021

Ein Elektroauto wird von einem oder von mehreren Elektromotoren angetrieben. Die Motorkraft wird oft an alle vier Räder geleitet (Allrad).

Der benötigte Strom wird in der Regel über ein Ladekabel an einer Ladestation „gezapft” und in einem wieder aufladbaren Batteriepack (Akku) gespeichert. Weit verbreitet ist hier aktuell die Lithium-Ionen-Technik.

Auch das Wasserstoffauto ist ein reines Elektroauto. Eine Brennstoffzelle wandelt die Reaktionsenergie von Wasserstoff und eines Zusatzstoffes in Strom um. Ist der Tank leer, wird Wasserstoff nachgetankt.

Welche Reichweite haben Elektroautos?

Die Reichweite eines reinen Elektroautos mit einer Akkuladung beträgt:

  • Kleinstwagen schaffen bis zu 160 Kilometer.
  • Kompaktmodelle kommen bis zu 300 Kilometer weit.
  • Spitzenreiter ist das Tesla Model S mit bis zu 652 Kilometer laut Hersteller.
  Modell Reichweite (stärkste Variante)
1. Tesla Model S bis 652 Kilometer
2. Tesla Model 3 bis 580 Kilometer
3.  Tesla Model X bis 561 Kilometer
4. Opel Ampera-e bis 520 Kilometer
5. Jaguar I-Pace bis 470 Kilometer
6. Mercedes EQC bis 462 Kilometer
7. Kia e-Niro bis 455 Kilometer
8. Kia e-Soul bis 452 Kilometer
9. Hyundai Kona Elektro bis 449 Kilometer
10. Renault Zoe bis 395 Kilometer

Allein im Jahr 2020 sind 194.163 E-Autos neu hinzugekommen.

Welche Modelle sind gefragt?

Besonders gut verkaufen sich aktuell diese Modelle: 

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Renault Zoe

Renault Zoe

30.376 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 21.900 Euro plus Batteriemiete – oder Kauf, ab 108 PS, Reichweite bis 395 Kilometer

VW e-Golf

VW e-Golf

17.438 Neuzulassungen 2020, Modell inzwischen eingestellt, 136 PS, Reichweite bis 230 Kilometer

Tesla Model 3

Tesla Model 3

15.202 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 42.900 Euro, ab 306 PS, Reichweite bis 580 Kilometer

VW ID.3

VW ID.3

14.493 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 35.575 Euro, ab 150 PS, Reichweite bis 550 Kilometer

Hyundai Kona Elektro

Hyundai Kona Elektro

14.008 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 34.850 Euro, ab 136 PS, Reichweite bis 484 Kilometer

Smart EQ Fortwo

Smart EQ Fortwo

11.554 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 21.940 Euro, 82 PS, Reichweite bis 159 Kilometer

  • Renault Zoe (30.376 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 21.900 Euro plus Batteriemiete – oder Kauf, ab 108 PS, Reichweite bis 395 Kilometer)
  • VW e-Golf (17.438 Neuzulassungen 2020, Modell inzwischen eingestellt, 136 PS, Reichweite bis 230 Kilometer)
  • Tesla Model 3 (15.202 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 42.900 Euro, ab 306 PS, Reichweite bis 580 Kilometer)
  • VW ID.3 (14.493 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 35.575 Euro, ab 150 PS, Reichweite bis 550 Kilometer – Basisversion kommt erst noch)
  • Hyundai Kona Elektro (14.008 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 34.850 Euro, ab 136 PS, Reichweite bis 484 Kilometer)
  • Smart EQ Fortwo (11.554 Neuzulassungen 2020, Listenpreis: ab 21.940 Euro, 82 PS, Reichweite bis 159 Kilometer)

Wird der Kauf gefördert?

Besonders teuer bei einem Elektroauto ist derzeit noch die Speicherbatterie (der Akku).  E-Autos sind daher rund ein Drittel teurer als vergleichbare Benzin- oder Dieselmodelle.

Aus diesem Grund gibt es staatliche Vergünstigungen:

Antriebsart Nettolistenpreis Förderung
Elektroauto bis 40.000 Euro 9.000 Euro
Plug-in-Hybrid bis 40.000 Euro 6.750 Euro
Elektroauto von 40.001 bis 65.000 Euro 7.000 Euro
Plug-in-Hybrid von 40.001 bis 65.000 Euro 5.625 Euro
Elektroauto & Plug-in-Hybrid ab 65.001 Euro aufwärts 0 Euro

Bis zum 31. Dezember 2025 erstmals zugelassene Stromer sind 10 Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Das gilt auch bei Halterwechsel.

Wieviele Ladestationen gibt es?

Laut Bundesnetzagentur gab es am 6. Januar 2021 in Deutschland exakt 34.056 öffentlich zugängliche Ladepunkte.

Anzahl Ladestationen in Deutschland

Welchen Ladestecker brauche ich?

Die Ladestecker für Elektroautos unterscheiden sich deutlich. Es gibt Systeme für Wechselstrom und solche für Gleichstrom.

  • Normale Steckdose (Wechselstrom)

Mit entsprechendem Kabel können Elektroautos über Nacht an normalen Haushaltssteckdosen aufgeladen werden.

  • Typ-2-Stecker (Wechselstrom)

Dieser Stecker ist in der Europäischen Union Standard für öffentliche Ladestationen und für Wallboxen. Damit sind Ladeleistungen von bis zu 43 kW möglich. Der Stecker kann an der Ladestation und am Fahrzeug verriegelt werden.

Typ-1-Stecker sind Standard in Nordamerika und in Asien. Dieser hat auf Fahrzeugseite keine Verriegelung.

  • CCS-Stecker (Gleichstrom)

CCS (Combined Charging System) ist in Europa und Nordamerika Standard für Gleichstromanschlüsse. Durch höhere Ladeströme ist das Aufladen deutlich schneller möglich als an Wechselstromanschlüssen.

  • Tesla-Supercharger (Gleichstrom)

Elektro-Autobauer Tesla benutzt ein eigenes Steckersystem. Die Ladeleistungen über Gleichstrom betragen bis zu 120 kW.

Wie ist die Ladezeit?

Das Aufladen kann dauern. An einer normalen Haushaltssteckdose mit 230 Volt kommen da schnell einmal 8 Stunden zusammen, bis die Batterie wieder voll aufgeladen ist. Eine Wallbox verkürzt hier die Zeit deutlich.

Ladezeiten an Elektro-Ladesäulen
Quelle: aroundhome.de

Mit Strom aus der eigenen Solaranlage geht das deutlich günstiger als an öffentlichen Ladestellen. Solarstrom kostet nur etwa 12 Cent pro Kilowattstunde. Solarzellen können Sie auf Ihrem Carport oder auf dem Dach ihrer Garage montieren. An öffentlichen Ladestationen müssen Sie mit Kosten von 39 Cent rechnen. 

An deutlich stärkeren Schnellladestationen geht das natürlich wesentlich schneller.

Pro & Contra E-Auto

Vorteile von E-Autos Nachteile eines E-Autos
kein Schadstoffausstoß hoher Anschaffungspreis
effiziente und geräuscharme Technik beschränkte Reichweite
Befreiung von Kfz-Steuer oder niedrigere Steuer relativ lange Ladezeiten des Akkus
Zuschuss zum Kauf (Umweltprämie) beschränkte Haltbarkeit der Batterie
geringe Betriebs- und Unterhaltskosten Ladestationen-Netz zum Teil sehr löchrig
Vorteile im Verkehr (extra Parkplätze mit Ladestation) Öko-Bilanz von Art der Stromerzeugung abhängig

Kfz-Versicherung für E-Autos

Für die recht teuren Elektroautos empfiehlt CHECK24 neben der Kfz-Haftpflicht stets den Abschluss einer Vollkaskoversicherung.

Im Kfz-Versicherungsvergleich von CHECK24 klicken Sie bei Kraftstoffart „Elektro” an.

Feld Elektro im Kfz-Rechner von CHECK24

Die Vollkasko sollte unbedingt einen Rundumschutz für die Speicherbatterie beinhalten.

Außerdem sollten von der Versicherung abgedeckt sein:

  • Schäden an der Batterie als Folge von Bedienfehlern
  • Schäden, die beim Abschleppen am E-Auto entstehen

Haben Sie den Akku nur geleast, ist dieser in der Regel über den Vermieter mitversichert.

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Was ist ein Plug-in-Hybrid?

Ein Plug-in-Hybrid ist ein Pkw, bei dem die recht kleine Speicherbatterie sowohl durch den Verbrennungsmotor wie auch über ein Kabel an einer Ladestation aufgeladen werden kann. Die meisten Plug-in-Hybride können bei voll aufgeladenem Akku nur zwischen 30 und 50 Kilometer rein elektrisch fahren, bevor der Verbrenner einspringt.

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Michael Langenwalter

Autor: Michael Langenwalter

Der Motorjournalist ist Experte im Bereich der Kfz-Versicherung sowie Fachmann für Pkw-Neuheiten.

Hinweis: CHECK24 übernimmt keine Garantie für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen. Die Inhalte unserer Artikel sind sorgfältig und nach bestem Wissen ausgesucht und zusammengestellt. Sie dienen als Inspiration für unsere Leser, stellen Empfehlungen der Redaktion und in keinem Fall eine Rechtsberatung dar.