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Elektroautos - das sollten Sie wissen

Lesezeit 4 Min.
aktualisiert am 27.02.2020

Ein Elektroauto wird von einem oder von mehreren Elektromotoren angetrieben. Die Motorkraft wird oft an alle vier Räder geleitet (Allrad).

Der benötigte Strom wird in der Regel über ein Ladekabel an einer Ladestation „gezapft” und in einem wieder aufladbaren Batteriepack (Akku) gespeichert. Weit verbreitet ist hier aktuell die Lithium-Ionen-Technik.

Auch das Wasserstoffauto ist ein reines Elektroauto. Eine Brennstoffzelle wandelt die Reaktionsenergie von Wasserstoff und eines Zusatzstoffes in Strom um. Ist der Tank leer, wird Wasserstoff nachgetankt.

Welche Reichweite haben Elektroautos?

Die Reichweite eines reinen Elektroautos mit einer Akkuladung beträgt:

  • Kleinstwagen schaffen bis zu 160 Kilometer.
  • Kompaktmodelle kommen bis zu 300 Kilometer weit.
  • Der aktuelle Spitzenreiter ist das Tesla Model S mit bis zu 610 Kilometer.
  Modell Reichweite (stärkste Variante)
1. Tesla Model S bis 610 Kilometer
2. Tesla Model 3 bis 560 Kilometer
3. Opel Ampera-e bis 520 Kilometer
4. Tesla Model X bis 507 Kilometer
5. Mercedes ESC bis 471 Kilometer
6. Jaguar I-Pace bis 470 Kilometer
7. Kia e-Niro bis 455 Kilometer
8. Kia e-Soul bis 452 Kilometer
9. Hyundai Kona Elektro bis 449 Kilometer
10. Renault Zoe bis 395 Kilometer

Aktuell (Stand Januar 2020) waren laut Kraftfahrtbundesamt in Deutschland etwa 150.000 Elektroautos zugelassen. Allein im Jahr 2019 sind 63.281 E-Autos neu hinzugekommen.

Welche Modelle sind gefragt?

Besonders gut verkaufen sich aktuell diese Modelle: 

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Renault Zoe

Renault Zoe

9.431 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 21.900 Euro plus Batteriemiete oder Kauf, ab 102 PS, Reichweite bis 395 Kilometer

BMW i3

BMW i3

9.117 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 38.000 Euro plus Batteriemiete oder Kauf, 170 PS, Reichweite bis 260 Kilometer

Tesla Model 3

Tesla Model 3

9.013 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab  44.390 Euro plus Bearbeitungsgebühr, ab 306 PS, Reichweite bis 560 Kilometer

VW e-Golf

VW e-Golf

Auslaufmodell mit 9.898 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 31.900 Euro, 136 PS, Reichweite bis 230 Kilometer

Smart EQ Fortwo

Smart EQ Fortwo

5.287 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 21.940 Euro, 92 PS, Reichweite bis 159 Kilometer

Audi e-tron

Audi e-tron

3.578 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 80.900 Euro, 408 PS, Reichweite bis 436 Kilometer

  • Renault Zoe  (9.431 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 21.900 Euro plus Batteriemiete oder Kauf, ab 102 PS, Reichweite bis 395 Kilometer)
  • BMW i3 (9.117 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 38.000 Euro plus Batteriemiete oder Kauf, 170 PS, Reichweite bis 260 Kilometer)
  • Tesla Model 3 (9.013 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab  44.390 Euro plus Bearbeitungsgebühr, ab 306 PS, Reichweite bis 560 Kilometer)
  • VW e-Golf (Auslaufmodell mit 9.898 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 31.900 Euro, 136 PS, Reichweite bis 230 Kilometer)
  • Smart EQ Fortwo (5.287 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 21.940 Euro, 92 PS, Reichweite bis 159 Kilometer)
  • Audi e-tron (3.578 Neuzulassungen 2019, Listenpreis: ab 80.900 Euro, 408 PS, Reichweite bis 436 Kilometer)

Wird der Kauf gefördert?

Besonders teuer bei einem Elektroauto ist derzeit noch die Speicherbatterie (der Akku).  E-Autos sind daher rund ein Drittel teurer als vergleichbare Benzin- oder Dieselmodelle.

Aus diesem Grund gibt es staatliche Vergünstigungen:

Antriebsart Nettolistenpreis Förderung
Elektroauto bis 40.000 Euro 6.000 Euro
Plug-in-Hybrid bis 40.000 Euro 4.500 Euro
Elektroauto von 40.001 bis 65.000 Euro 5.000 Euro
Plug-in-Hybrid von 40.001 bis 65.000 Euro 4.000 Euro
Elektroauto & Plug-in-Hybrid ab 65.001 Euro aufwärts 0 Euro

Bis zum 31. Dezember 2020 erstmals zugelassene Stromer sind 10 Jahre lang von der Kfz-Steuer befreit. Das gilt auch bei Halterwechsel.

Wieviele Ladestationen gibt es?

Laut Bundesnetzagentur gab es ab 1. Januar 2020 in Deutschland 17.859 öffentliche Elektroladestationen (mit deutlich mehr „Zapfsäulen”).

Anzahl Ladestationen in Deutschland

Welchen Ladestecker brauche ich?

Die Ladestecker für Elektroautos unterscheiden sich deutlich. Es gibt Systeme für Wechselstrom und solche für Gleichstrom.

  • Normale Steckdose (Wechselstrom)

Mit entsprechendem Kabel können Elektroautos über Nacht an normalen Haushaltssteckdosen aufgeladen werden.

  • Typ-2-Stecker (Wechselstrom)

Dieser Stecker ist in der Europäischen Union Standard für öffentliche Ladestationen und für Wallboxen. Damit sind Ladeleistungen von bis zu 43 kW möglich. Der Stecker kann an der Ladestation und am Fahrzeug verriegelt werden.

Typ-1-Stecker sind Standard in Nordamerika und in Asien. Dieser hat auf Fahrzeugseite keine Verriegelung.

  • CCS-Stecker (Gleichstrom)

CCS (Combined Charging System) ist in Europa und Nordamerika Standard für Gleichstromanschlüsse. Durch höhere Ladeströme ist das Aufladen deutlich schneller möglich als an Wechselstromanschlüssen.

  • Tesla-Supercharger (Gleichstrom)

Elektro-Autobauer Tesla benutzt ein eigenes Steckersystem. Die Ladeleistungen über Gleichstrom betragen bis zu 120 kW.

Wie ist die Ladezeit?

Das Aufladen kann dauern. An einer normalen Haushaltssteckdose mit 230 Volt kommen da schnell einmal 8 Stunden zusammen, bis die Batterie wieder voll aufgeladen ist. Eine Wallbox verkürzt hier die Zeit deutlich.

Ladezeiten an Elektro-Ladesäulen
Quelle: aroundhome.de

Mit Strom aus der eigenen Solaranlage geht das deutlich günstiger als an öffentlichen Ladestellen. Solarstrom kostet nur etwa 12 Cent pro Kilowattstunde. Solarzellen können Sie auf Ihrem Carport oder auf dem Dach ihrer Garage montieren. An öffentlichen Ladestationen müssen Sie mit Kosten von 39 Cent rechnen. 

An deutlich stärkeren Schnellladestationen geht das natürlich wesentlich schneller.

Pro & Contra E-Auto

Vorteile von E-Autos Nachteile eines E-Autos
kein Schadstoffausstoß hoher Anschaffungspreis
effiziente und geräuscharme Technik beschränkte Reichweite
Befreiung von Kfz-Steuer oder niedrigere Steuer relativ lange Ladezeiten des Akkus
Zuschuss zum Kauf (Umweltprämie) beschränkte Haltbarkeit der Batterie
geringe Betriebs- und Unterhaltskosten Ladestationen-Netz zum Teil sehr löchrig
Vorteile im Verkehr (extra Parkplätze mit Ladestation) Öko-Bilanz von Art der Stromerzeugung abhängig

Kfz-Versicherung für E-Autos

Für die recht teuren Elektroautos empfiehlt CHECK24 neben der Kfz-Haftpflicht stets den Abschluss einer Vollkaskoversicherung.

Im Kfz-Versicherungsvergleich von CHECK24 klicken Sie bei Kraftstoffart „Elektro” an.

Feld Elektro im Kfz-Rechner von CHECK24

Die Vollkasko sollte unbedingt einen Rundumschutz für die Speicherbatterie beinhalten.

Außerdem sollten von der Versicherung abgedeckt sein:

  • Schäden an der Batterie als Folge von Bedienfehlern
  • Schäden, die beim Abschleppen am E-Auto entstehen

Haben Sie den Akku nur geleast, ist dieser in der Regel über den Vermieter mitversichert.

Elektroauto: Tarife vergleichen

Was ist ein Plug-in-Hybrid?

in Plug-in-Hybrid ist ein Pkw, bei dem die recht kleine Speicherbatterie sowohl durch den Verbrennungsmotor wie auch über ein Kabel an einer Ladestation aufgeladen werden kann. 

Die meisten Plug-in-Hybride können bei voll aufgeladenem Akku nur zwischen 30 und 50 Kilometer rein elektrisch fahren, bevor der Verbrenner einspringt.

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Michael Langenwalter

Redakteur Michael Langenwalter

Der Motorjournalist ist Experte im Bereich der Kfz-Versicherung sowie Fachmann für Pkw-Neuheiten.

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