Gebühren, Fahrschule & Prüfungen

Das kostet der Führerschein

Lesezeit 2 Min.
aktualisiert am 14.05.2020
Foto: CHECK24/Früchtnicht

Für den Führerschein fallen neben den Kosten für den theoretischen und praktischen Fahrschulunterricht auch Prüfungsgebühren an.

Rechnen Sie mit Gesamtkosten von 1.500 bis 2.200 Euro. Wie teuer es am Ende tatsächlich wird, hängt vor allem davon ab:

  • wie viel die Fahrschule kostet
  • wie viele Fahrstunden Sie benötigen
  • ob Sie die beiden Prüfungen sofort bestehen

Wie teuer ist die Fahrschule?

Jede Fahrschule legt ihre Preise individuell fest. Vergleichen Sie deshalb mehrere Fahrschulen.

Tendenziell bekommen Sie den Führerschein auf dem Land günstiger als in der Stadt.

Berechnet wird meist eine Grundgebühr. Lehrmaterial wird extra berechnet.

Am meisten Geld kosten die Fahrstunden.

12 Sonderfahrten sind Pflicht (3 Nachtfahrten, vier Autobahnfahrten, fünf Überlandfahrten). Je mehr Übungsstunden Sie zusätzlich benötigen, um die praktische Fahrprüfung zu bestehen, desto teurer wird es.

Auch der Führerscheinantrag, die Prüfungsgebühren, der vorgeschriebene Sehtest sowie der Erste-Hilfe-Kurs und Passbilder kosten noch einmal extra.

Bei den Kostenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte.
Posten Kosten
Grundgebühr Fahrschule 200 Euro
Lehrmittel 50 Euro
Sonderfahrten
Regelfahrten (20)
500 Euro
650 Euro
Antrag 40 Euro
Prüfungsgebühren 200 Euro
Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Passfotos 60 Euro
Geamtkosten 1.700 Euro

Wo muss ich den Führerschein machen?

Sie müssen den Führerschein an Ihrem Wohnort machen. Ein Führerschein-Tourismus in ein anderes Bundesland oder einen Ort mit günstigeren Preisen ist verboten.

Das soll sicherstellen, dass Sie Ihre Fahrstunden in der gewohnten Umgebung machen und bestens auf den späteren Verkehrsalltag vorbereitet werden.

Sie können allerdings beim zuständigen Straßenverkehrsamt beantragen, den Führerschein andernorts zu machen. Ein Grund wäre, dass Sie in einer anderen Stadt gerade Ihre Ausbildung machen oder arbeiten und dort auch einen Zweitwohnsitz haben.

Kann ich den Führerschein im Ausland machen?

Sie können den Führerschein auch im Ausland machen. Bei einem EU-Mitgliedsland muss der Führerschein für Deutschland nicht einmal umgeschrieben werden, da er EU-weit gilt. Sie müssen dafür jedoch mindestens 185 Tage – also über ein halbes Jahr – dort leben.

Wurde der Führerschein außerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraumes erworben, müssen Sie ihn erst in Deutschland umschreiben lassen, bevor Sie hier dauerhaft fahren dürfen. Eventuell müssen Sie auch noch einmal die theoretische und praktische Fahrprüfung machen.

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Sascha Rhode

Redakteur Sascha Rhode

Schreibt, seit er lesen kann. Seit 2012 ist er für CHECK24 auf Mission Kfz unterwegs. Privat steht er auf altes Eisen – auf vier wie zwei Rädern.

Hinweis: Trotz gewissenhafter Recherche kann die Richtigkeit und Aktualität der Angaben nicht garantiert werden.
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